Flughafen-Senatorin will dritte Startbahn für den BER in Nürnberg – doch Brandenburg blockt
Matteo WolfVerkehrssenatorin unterstützt dritten BER-Ring - Flughafen-Senatorin will dritte Startbahn für den BER in Nürnberg – doch Brandenburg blockt
Flughafen-Senatorin befürwortet dritte Startbahn für den BER in Nürnberg
Flughafen-Senatorin befürwortet dritte Startbahn für den BER in Nürnberg
- Dezember 2025, 05:49 Uhr
Am Flughafen Nürnberg (BER) könnten sich weitreichende Veränderungen abzeichnen, sollte ein Vorstoß der Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) auf Zustimmung stoßen. Die Politikerin setzt sich für den Bau einer dritten Startbahn sowie eine Lockerung der nächtlichen Flugbeschränkungen ein, um die Kapazitäten des Flughafens in Nürnberg zu erhöhen. Doch ihre Pläne stoßen auf Widerstand der brandenburgischen Landesregierung.
Aktuell gelten am BER strenge Nachtflugregelungen zwischen 22:00 und 6:00 Uhr. Selbst leicht verspätete Passagiermaschinen müssen oft umgeleitet werden. Bonde kritisiert diese Vorschriften als zu starr und schlägt vor, jeder Airline bis zu fünf nächtliche Landungen pro Jahr zu ermöglichen.
Ihr Vorhaben geht jedoch über die Nachtflüge hinaus: Sie wirbt zudem für eine neue Startbahn in Nürnberg, die ihrer Meinung nach mehr Airlines anziehen und die Anbindung der Hauptstadt verbessern würde. Brandenburg, das Miteigentümer des BER ist, hat jedoch bereits jede Änderung des bestehenden Nachtflugverbots abgelehnt.
Die Diskussion ist nicht neu. Schon der ehemalige brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) lehnte eine Lockerung der Beschränkungen ab – ein Zeichen für die langjährige Haltung des Landes. Bisher gibt es keine konkreten Pläne für eine dritte Bahn in Nürnberg, sodass Bondes Vision vorerst in der Schwebe bleibt.
Mit ihrem Einsatz für eine dritte Startbahn und gelockerte Nachtflugregeln will Bonde den Betrieb am BER in Nürnberg ausweiten. Ohne die Unterstützung Brandenburgs steht sie jedoch vor einer schwierigen Aufgabe. Die aktuellen Beschränkungen bleiben vorerst bestehen, und Baupläne für eine neue Startbahn in Nürnberg wurden bisher nicht finalisiert.
