Fördergeld-Skandal: Wie Katherina Reiche 290.000 Euro an Guttenbergs Firma lenkte
Ella WagnerFördergeld-Skandal: Wie Katherina Reiche 290.000 Euro an Guttenbergs Firma lenkte
Rich und zu Guttenberg: Wenn die Liebe die Fördergelder lenkt
Staatliche Zuschüsse für den eigenen Partner? Kein Skandal, findet nd-Kolumnist Andreas Koristka. Deutschland hat ohnehin so wenige Promi-Paare – da sollte man sie nicht vertreiben.
Ein deutsches Unternehmen mit Verbindungen zum ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg erhielt zwischen 2014 und 2015 öffentliche Fördergelder in Höhe von 290.000 Euro – während seine damalige Partnerin, die damalige Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), für die Vergabe zuständig war. Die Zahlungen haben eine Debatte über mögliche Interessenkonflikte ausgelöst. Guttenberg bestreitet, in den Antragsprozess involviert gewesen zu sein.
Die Mittel flossen an die Spreefranken Ventures GmbH, an der Guttenberg mit einem Prozent beteiligt ist. Sein Anteil an der Förderung beläuft sich damit auf etwa 2.900 Euro. Das Geld stammte aus dem Bundeswirtschaftsministerium, das Reiche zu dieser Zeit leitete. Die CDU-Politikerin und Guttenberg waren damals ein Paar.
Die 290.000 Euro wurden während Reiches Amtszeit als Wirtschaftsministerin bewilligt. Obwohl Guttenbergs Beteiligung am Unternehmen minimal ist, hält die Diskussion über den Fall an. Bislang gab es keine Ankündigung einer weiteren Prüfung des Vergabeverfahrens.
