24 April 2026, 22:06

FutureTogether bringt 3.500 Geflüchtete mit Berliner Unternehmen zusammen

Plakat, das Gebührenbefreiungen für über 1.000 Coursera-Kurse für Flüchtlinge ankündigt, mit mehreren Personen im Hintergrund, die Taschen tragen.

FutureTogether bringt 3.500 Geflüchtete mit Berliner Unternehmen zusammen

Über 3.500 Geflüchtete trafen bei siebter FutureTogether-Veranstaltung auf Berliner Unternehmen

Bei der siebten Auflage von FutureTogether (FuTog) kamen kürzlich mehr als 3.500 Geflüchtete mit rund 50 Berliner Unternehmen zusammen. Die Veranstaltung sollte Arbeitssuchende und Arbeitgeber vernetzen und gleichzeitig Deutschlands anhaltenden Fachkräftemangel lindern. Viele Teilnehmer wie der 45-jährige Wahrdi aus Afghanistan nutzten die Gelegenheit, nach Abschluss einer ersten Qualifizierung neue berufliche Wege zu erkunden.

FuTog wurde entwickelt, um die Einstellung von Geflüchteten zu erleichtern – durch direkten Kontakt zu Unternehmen und unter Umgehung bürokratischer Hürden oder Online-Jobbörsen. Im Mittelpunkt standen praktische Lösungen, etwa die Einstiegsqualifizierung: ein sechsmonatiges bezahltes Praktikum zu Ausbildungsvergütung, das oft in eine vollständige Berufsausbildung mündet.

Wahrdi, Vater von zwei Kindern, besuchte die Messe nach Abschluss seiner ersten Qualifikation im Sicherheitsbereich. Mit Deutschkenntnissen auf B2-Niveau wollte er die Kontakte und Informationen von FuTog nutzen, um gezielt online nach Stellen zu suchen. Viele Arbeitgeber betonten auf der Veranstaltung, dass Sprachkenntnisse auf B1- oder B2-Niveau mittlerweile unverzichtbar sind – besonders in Jobs, die schnelle Kommunikation und präzises Verständnis erfordern.

Nicole Trauelsen, Geschäftsführerin des Jobcenters Charlottenburg-Wilmersdorf, hob hervor, dass Geflüchtete oft mit großer Arbeitsbereitschaft und Integrationswillen nach Deutschland kämen. Helmut Arndt, Ausbildungskoordinator beim Tiefbauunternehmen Frisch & Faust, ergänzte, sein Betrieb stelle gezielt Menschen mit Migrationshintergrund ein – entscheidend seien Fähigkeiten, nicht die Herkunft. Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Berlin, wies unterdessen auf einen Widerspruch hin: Während politisch über schnellere Abschiebungen diskutiert werde, kämpften Unternehmen mit massivem Personalmangel – genau hier könnten Geflüchtete eine Lösung bieten.

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Die FuTog-Veranstaltung bot Geflüchteten eine direkte Plattform, um potenzielle Arbeitgeber kennenzulernen und Ausbildungsmöglichkeiten zu erkunden. Durch Programme wie die Einstiegsqualifizierung und den Fokus auf Sprachkompetenz erhielten die Teilnehmer klarere Perspektiven für den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Für Unternehmen wiederum ist die Initiative eine Chance, Fachkräftelücken zu schließen und gleichzeitig Integration zu fördern.

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