05 June 2026, 09:50

Geheimnisvolle DDR-Ruine im Greifswalder Bodden findet überraschend neuen Besitzer

Eins, Zwei, Drei - Insel verkauft!

Geheimnisvolle DDR-Ruine im Greifswalder Bodden findet überraschend neuen Besitzer

Geheimnisvolle Ruine in der Greifswalder Bodden-Lagune wechselt den Besitzer

Eine rätselhafte, verlassene Ruine im Greifswalder Bodden hat soeben einen neuen Eigentümer gefunden. Die künstliche Insel Ostervilm, einst eine geheime Militäranlage, wurde für 60.000 Euro versteigert – deutlich über dem Startpreis von 39.000 Euro. Doch der Käufer könnte mehr Herausforderungen vorfinden, als er erwartet hatte.

Ostervilm diente in der DDR-Zeit als Entmagnetisierungsstation für Kriegsschiffe, um sie vor magnetischen Minen zu schützen. Die Konstruktion ruht auf 600 Holzpfählen, ihr Gerüst besteht aus Beton, Eisenplatten und Holzbohlen.

Seit dem Fall der DDR verfällt die Insel langsam im Meer. Die Deutsche Marine betreibt zwar noch ähnliche Anlagen in Kiel und Wilhelmshaven, doch Ostervilm wurde sich selbst überlassen. Nun erbt der neue Besitzer ein Gelände ohne einfachen Zugang, ohne Infrastruktur und mit strengen rechtlichen Hürden.

Die Insel liegt in einer „Außenzone“, was bedeutet, dass jeder Bauantrag einer Baugenehmigung bedarf – etwas, das Experten in dieser exponierten Lage für nahezu unmöglich halten. Ohne gesicherten Zugang oder klare Hoheitsrechte über das Land bleiben die Entwicklungsmöglichkeiten stark eingeschränkt.

Die Versteigerung endete am 4. Juni mit dem Höchstgebot von 60.000 Euro. Doch der Käufer besitzt nun ein Bauwerk mit wenig praktischem Nutzen. Rechtliche Beschränkungen, Erosion und Abgeschiedenheit lassen Ostervilms Zukunft so ungewiss erscheinen wie seine Vergangenheit.

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