Geisterparade feiert 35 Jahre mit Protest und Karnevalsflair in Köln
Ella WagnerGeisterparade feiert 35 Jahre mit Protest und Karnevalsflair in Köln
Kölner Geisterparade feiert 35. Jubiläum mit Protest und Feststimmung
Die Kölner Geisterparade hat ihr 35-jähriges Bestehen mit einer lebendigen Mischung aus Protest und Feier begangen. Tausende zogen durch die Straßen, verbanden politische Forderungen mit bunten Kostümen und riesigen Puppen. Die Veranstaltung blieb ihren Wurzeln als Demonstration treu, endete aber mit Musik und Auftritten im Odonien.
In diesem Jahr stand die Parade unter dem Motto "Allerhööchste Zick för en andere Wohnungspolitik – mer können nit all em Kölner Dom schlofe" (Höchste Zeit für eine andere Wohnungspolitik – wir können nicht alle im Kölner Dom schlafen) und richtete den Fokus auf die Wohnungspolitik. Teilnehmer trugen selbstgemachte Schilder und verkleideten sich als Geister, Hexen und Meereswesen – alles bezogen auf die Wohnungsnot. Zu den Höhepunkten gehörten überlebensgroße Figuren wie ein durchsichtiger Tintenfisch aus Plastikflaschen und fantastische Schnappviecher (Schnappbestien).
Erich Hermans, Mitbegründer des Vereins Ähzebär un Ko e.V., führte den Umzug an. Als Ähzebär (ein im Kölner Dialekt beheimatetes bärenähnliches Fabelwesen) verkleidet, spielte er ein selbstgebasteltes Rummelpot-Instrument. Der spielerische, aber pointierte Ton der Parade spiegelte ihre lange Tradition wider, Aktivismus mit Karnevalsgeist zu verbinden.
Nach einem Zug durch die Stadt endete die Veranstaltung im Odonien, wo Live-Musik und Auftritte für Stimmung sorgten. Die 35. Ausgabe bewies, dass die Geisterparade auch nach Jahrzehnten Protest und Party bleibt.
Die Parade zog mit ihrer Mischung aus politischen Botschaften und Spektakel die Massen an. Riesige Puppen, kreative Kostüme und der Fokus auf Wohnungsfragen hielten die Veranstaltung lebendig. Wie immer endete sie mit einer Feier und festigte so ihren Platz als einzigartige Verbindung von Demonstration und Gemeinschaftsfest.
