12 March 2026, 18:09

Giftiger Bockshornklee: EU-weiter Rückruf wegen verbotenem Pestizid Chlorpyrifos

Eine Person hält ein Blatt mit roten Flecken, was auf Eichenlaub hinweist, mit ein paar Pflanzen im Hintergrund.

Rückruf: Pestizid in Korianderblättern gefunden - Giftiger Bockshornklee: EU-weiter Rückruf wegen verbotenem Pestizid Chlorpyrifos

Eine Charge Bockshornklee-Blätter wurde dringend in 13 deutschen Bundesländern zurückgerufen. Das unter der Marke "MDH Peacook Kasoori Methi" vertriebene Produkt enthält Rückstände des Pestizids Chlorpyrifos, das in der EU seit 2020 verboten ist. Die Behörden warnen Verbraucher davor, die betroffenen Packungen zu verzehren.

Von dem Rückruf betroffen sind 100-Gramm-Packungen getrockneter Bockshornklee-Blätter mit den Chargennummern LOT Nr. 314, 315 und 316. Jede Packung trägt ein Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 30. November 2026. Der Hersteller, die Global Foods Trading GmbH mit Sitz in Biebesheim (Hessen), löste die Warnung aus, nachdem der verbotene Wirkstoff nachgewiesen worden war.

Das belastete Produkt wurde weit verbreitet vertrieben. Es gelangte in Geschäfte in Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Chlorpyrifos, das gefundene Pestizid, wurde vor vier Jahren in der EU wegen gesundheitlicher Risiken für den Menschen verboten.

Verbraucher, die die betroffenen Bockshornklee-Blätter gekauft haben, werden aufgefordert, diese an der Kaufstelle zurückzugeben. Das Unternehmen hat sich bisher nicht dazu geäußert, wie das Pestizid in die Lieferkette gelangt ist.

Der Rückruf betrifft Tausende Packungen, die in Supermärkten und Fachgeschäften verkauft wurden. Käufer sollten ihre Vorräte auf die genannten Chargennummern überprüfen und entsprechende Produkte entsorgen oder zurückgeben. In den kommenden Tagen werden von der deutschen Lebensmittelsicherheitsbehörde offizielle Updates zum Stand der Ermittlungen erwartet.

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