17 June 2026, 17:11

Halle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für Weinberg Campus und fördert Forschung und Wirtschaft

Mehr Produktion und klare Lärmschutz: Halle präsentiert neue Pläne für den Weinberg Campus

Halle (Saale) modernisiert Bebauungsplan für Weinberg Campus und fördert Forschung und Wirtschaft

Die Stadtverwaltung von Halle (Saale) aktualisiert den Bebauungsplan für den Technologiepark Weinberg Campus. Die Änderungen sollen die Wettbewerbsfähigkeit stärken und das Wachstum fördern. Der aktuelle Plan aus dem Jahr 1998 entspricht nicht mehr den modernen rechtlichen Standards für Bau, Planung und Emissionskontrolle.

Die vorgeschlagenen Anpassungen betreffen zwei benachbarte Kernbereiche mit einer Gesamtfläche von etwa 26,2 Hektar. Diese Zonen sind vorrangig für Forschung und Verwaltung vorgesehen. Um den lokalen Charakter zu bewahren, werden maximale Bauhöhen eingeführt, allerdings ohne starre Begrenzung auf 25 Meter.

Produktions- und Vertriebstätigkeiten, die mit der Forschung verbunden sind, werden künftig ausdrücklich erlaubt. Dadurch können Unternehmen ihre Aktivitäten ausweiten, ohne umziehen zu müssen. Ein fünf Hektar großes Gelände südlich der Blücherstraße, das ursprünglich für eine große Siedlung vorgesehen war, wird im Rahmen des neuen Plans umgenutzt und neu vermarktet.

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Die Umweltauswirkungen der Änderungen werden als geringfügig bis vernachlässigbar eingestuft. Es wird keine zusätzliche Bodenversiegelung erwartet, bestehende Grünflächen bleiben erhalten, und das Mikroklima könnte sich sogar verbessern. Der Lärmschutz wird durch rechtlich verbindliche, flächenbezogene Emissionsgrenzen gestärkt, was Unternehmen Planungssicherheit gibt und gleichzeitig die Rechte der Anwohner schützt.

Die Entwürfe schließen großflächige Einzelhandelsprojekte aus – dies folgt der Ablehnung eines 1.900 Quadratmeter großen Supermarktvorhabens im Jahr 2018. Der Stadtrat wird am 24. Juni 2026 über die Veröffentlichung des Entwurfs abstimmen.

Die Stadt betont, dass das Verfahren den kommunalen Haushalt nicht belasten werde. Vielmehr werden positive Effekte auf Beschäftigung und Gewerbesteuereinnahmen erwartet. Die endgültige Entscheidung über die Änderungen liegt beim anstehenden Votum des Stadtrats.

Quelle