17 March 2026, 22:06

Hamburg wirbt um Olympische Spiele 2036 – Bürgerentscheid entscheidet über nachhaltige Vision

Olympiastadion in London umgeben von Grün, einer Straße, einem Gewässer, Gebäuden und einer wolkenverhangenen Himmel.

Hamburg plant Olympia mit grüner Schleife und erschwinglichen Tickets - Hamburg wirbt um Olympische Spiele 2036 – Bürgerentscheid entscheidet über nachhaltige Vision

Hamburg hat offiziell seine Bewerbung um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 eingereicht. Die rot-grüne Koalition der Stadt präsentierte ihr Vorhaben unter dem Motto "Eine Chance für alle" und stellt sich damit in Konkurrenz zu München, Berlin und Nordrhein-Westfalen. Ein Bürgerentscheid Ende Mai soll die lokale Unterstützung für das Projekt ermitteln.

Im Mittelpunkt der Bewerbung stehen Nachhaltigkeit und gemeinnützige Nutzung: Statt Neubauten sollen bestehende Sportstätten modernisiert werden. Zu den zentralen Orten zählen die Messehallen, das Millerntor-Stadion und die Barclays Arena, die alle aufgewertet werden sollen. Eine Kletterwand am Südufer der Elbe soll den Spielen eine besondere Note verleihen. Bis zum 4. Juni 2026 müssen detaillierte Konzepte für das langfristige Erbe und die Nachhaltigkeit vorliegen, die in die olympische Bewertung einfließen.

Die Spiele wären auf zwei Hauptstandorte konzentriert: die "Olympic Park City" und den "Olympic Park Altona". Ein Netz aus Parks und Grünflächen, die "Grüne Olympische Schleife" genannt, würde die Wettkampfstätten vom Volkspark bis zum Dove-Elbe-Wasserpark im Osten verbinden. Auf der Binnenalster wären Padel-Tennis, Stand-Up-Paddling, Bogenschießen und die Eröffnungsfeier geplant – und brächten die Spiele damit ins Herz der Stadt.

Hamburgs Finanzplan veranschlagt Kosten in Höhe von 4,8 Milliarden Euro und prognostiziert einen Gewinn von 100 Millionen Euro. Um die Zugänglichkeit zu verbessern, sollen eine Million Tickets zu ermäßigten Preisen verkauft werden; zusätzliche Freikarten sind für Ehrenamtliche und einkommensschwache Bürger vorgesehen. Bei Erfolg könnte die Bewerbung wichtige Infrastrukturprojekte beschleunigen, darunter die U5- und S6-Schnellbahnlinien sowie den Ausbau des Hauptbahnhofs.

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Das Gelingen des Vorhabens hängt vom Ausgang des anstehenden Bürgerentscheids ab. Sollte Hamburg den Zuschlag erhalten, würden die Spiele das Verkehrsnetz und die Sportanlagen der Stadt nachhaltig prägen – mit Fokus auf Bezahlbarkeit und ökologische Ziele. Die endgültige Entscheidung über den Austragungsort steht zwar noch in weiter Ferne, doch die Vorbereitungen und die öffentliche Einbindung laufen bereits.

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