27 January 2026, 18:15

Hammer meldet Insolvenz an – doch Filialen bleiben vorerst geöffnet

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Ladenfront mit einem Schild, auf dem steht "Diese Waren, Eigenherstellung", Regalen voller verschiedener Gegenstände und einer Tafel mit Text darin.

Hammer Raumstylisten GmbH beantragt Insolvenz - Hammer meldet Insolvenz an – doch Filialen bleiben vorerst geöffnet

Die Hammer Raumstylisten GmbH, Betreiberin der Baumarktkette Hammer, hat beim Amtsgericht Bielefeld Insolvenz angemeldet. Der Schritt erfolgte nur wenige Monate, nachdem ein Investorenkonsortium das Unternehmen im Herbst 2025 übernommen hatte, um die Geschäfte nach anhaltenden finanziellen Schwierigkeiten zu stabilisieren. Die Probleme des Unternehmens begannen bereits früher, als die ehemalige Muttergesellschaft, die Schlau Group, im Juni 2025 ein Schutzschirmverfahren einleitete. Dieses mündete in die Liquidation, bei der rund 70 Hammer-Filialen geschlossen und die Schlau-Großhandelsabteilung abgewickelt wurden. Dadurch gingen zahlreiche Arbeitsplätze verloren. Ein Konsortium namens ReThink, zusammen mit GA Europe, übernahm im Oktober 2025 im Rahmen eines Asset Deals über 90 Hammer-Märkte. Die neu gegründete Hammer Raumstylisten GmbH startete die Kette neu, sah sich jedoch sofort mit Herausforderungen konfrontiert. Technische Probleme unterbrachen die Lieferketten, was zu Umsatzverlusten führte und schließlich die aktuelle Insolvenzanmeldung erzwang. Trotz der finanziellen Schwierigkeiten bleiben alle 93 verbleibenden Hammer-Filialen geöffnet, und der Betrieb läuft vorerst wie gewohnt weiter. Das Insolvenzverfahren soll die Löhne der Mitarbeiter über Insolvenzgeld sichern und gleichzeitig eine stabilere Zukunft für das Unternehmen schaffen. Der Anwalt Stefan Mayer von der Kanzlei Pluta wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, um das Verfahren zu begleiten. Die Insolvenzanmeldung markiert das vorläufige Ende einer turbulenten Phase für Hammer, die von Eigentümerwechseln und betrieblichen Rückschlägen geprägt war. Mit 1.200 Beschäftigten und 93 Standorten im Betrieb konzentriert sich das Unternehmen nun auf die Umstrukturierung unter gerichtlicher Aufsicht. Das Ergebnis wird zeigen, ob die Kette ihre finanziellen Probleme überwinden kann.

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