Handball-EM: Golla entgeht Sperre und führt Deutschland gegen Norwegen an
Tim LangHandball-EM: Golla entgeht Sperre und führt Deutschland gegen Norwegen an
Deutschlands Handball-Kapitän Johannes Golla drohte eine Sperre nach einer Roten Karte in den Schlussminuten des EM-Spiels gegen Portugal. Der Vorfall, bei dem es zu einem Foul an Francisco Costa kam, löste Diskussionen unter Spielern, Trainern und Offiziellen aus.
Die Rote Karte wurde nach einer Videoüberprüfung von Gollas Zweikampf mit Costa gezeigt. Golla selbst bezeichnete den Vorfall als „bedauerlich“ und betonte, er habe seinen Gegner beim ersten Kontakt nicht absichtlich getroffen. Nationaltrainer Alfred Gíslason argumentierte, der Kontakt habe die Brust und nicht das Gesicht getroffen, und hielt eine Zwei-Minuten-Strafe für angemessener.
Während Handball-Legende Stefan Kretzschmar die Schiedsrichterentscheidung unterstützte, nannte Deutschlands bester Torschütze im Spiel, Miro Schluroff, eine mögliche Sperre „überhart". Das Team bereitete sich darauf vor, im entscheidenden zweiten Hauptrunden-Spiel gegen Norwegen möglicherweise ohne seinen Kapitän antreten zu müssen. Nach einer erneuten Prüfung wurde jedoch keine Sperre verhängt. Golla steht der Mannschaft nun für das nächste Spiel gegen Norwegen am Samstag, den 25. Januar 2026, zur Verfügung.
Die Entscheidung, Golla freizusprechen, bedeutet, dass Deutschland mit voller Stärke gegen Norwegen auflaufen kann. Seine Präsenz könnte im hochkarätigen Duell entscheidend sein, während das Team im Turnierverlauf der Europameisterschaft vorankommt. Die Klärung beendet Tage der Unsicherheit über den Einsatz des Kapitäns."
