15 April 2026, 00:12

Hitzige Bundestagsdebatte: Wer ist schuld an der wachsenden Gewalt an Schulen?

Plakat für die deutsche Revolution von 1910, das eine Gruppe von Menschen und eine Krone mit Text zeigt.

Hitzige Bundestagsdebatte: Wer ist schuld an der wachsenden Gewalt an Schulen?

Im Deutschen Bundestag ist eine hitzige Debatte über die zunehmende Gewalt und Mobbing an Schulen entbrannt. Auslöser war die Einbringung zweier Anträge durch die rechtspopulistische AfD, die eine strengere Erfassung von Vorfällen sowie Maßnahmen gegen religiös motiviertes Mobbing fordert. Fast jeder fünfte Schüler ist mittlerweile von Cybermobbing betroffen, während Polizeistatistiken in allen Bundesländern einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Zwischenfälle zeigen.

Die AfD-Anträge lösten scharfe Reaktionen bei den anderen Parteien aus. Beatrix von Storch, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD, machte Migration als zentralen Faktor für die Zunahme der Schulgewalt aus. Sie warf Saskia Esken, der SPD-Vorsitzenden des Bildungsausschusses im Bundestag, vor, das Problem zu verharmlosen.

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Esken wies einen direkten Zusammenhang zwischen Migration und Gewalt zurück. Stattdessen verwies sie auf gesellschaftliche Entwicklungen und das Versäumnis, jungen Menschen den Umgang mit Konflikten beizubringen. Zwar bestätigte sie den Anstieg von Mobbing und aggressivem Verhalten, betonte jedoch, dass Schulen die Ursachen angehen müssten, anstatt sich auf einzelne Faktoren zu konzentrieren.

Vertreter von Union, Grünen und Linken waren sich einig, dass Schulgewalt ein ernstzunehmendes Problem darstellt. Gleichzeitig kritisierten sie die AfD für eine vereinfachende Darstellung der Thematik. Nach der Debatte wurden die Anträge zur weiteren Prüfung an die zuständigen Ausschüsse überwiesen.

Die Bundestagsdebatte offenbarten tiefe Gräben bei der Frage nach den Ursachen von Schulgewalt. Angesichts der Tatsache, dass fast 20 Prozent der Schüler von Cybermobbing betroffen sind und gewalttätige Vorfälle bundesweit zunehmen, steht die Politik unter Druck, wirksame Lösungen zu entwickeln. Die AfD-Vorschläge werden nun in den Ausschüssen eingehend geprüft, bevor über mögliche Maßnahmen entschieden wird.

Quelle