MDV erhöht Nahverkehrspreise ab Juli – Leipzig besonders betroffen
Öffentlicher Nahverkehr in Mitteldeutschland wird teurer: MDV erhöht Preise ab Juli
Ab Anfang Juli steigen die Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr in weiten Teilen Mitteldeutschlands, nachdem der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV) eine Tariferhöhung beschlossen hat. Betroffen sind Busse, Straßenbahnen und Regionalzüge – die genauen Preisanpassungen variieren je nach Region. Als Hauptgründe nennen die Verantwortlichen gestiegene Spritkosten und höhere Löhne aufgrund neuer Tarifverträge.
Das Netz des MDV umfasst ein großes Gebiet, darunter die Städte Halle (Saale) und Leipzig sowie die umliegenden Landkreise Leipzig, Nordsachsen, Saalekreis, Burgenlandkreis und Altenburger Land. Zudem gehören regionale Zugverbindungen in Wittenberg, Anhalt-Bitterfeld und Dessau-Roßlau zum Verbundgebiet.
Die stärkste Preiserhöhung gibt es in Leipzig, wo die Tarife um 5,0 Prozent steigen. In Halle (Saale) fällt die Anpassung mit 3,2 Prozent etwas moderater aus. Deutlich höher sind die durchschnittlichen Aufschläge in den Landkreisen: Im Altenburger Land, Burgenlandkreis, Leipzig, Nordsachsen und Saalekreis müssen Fahrgäste im Schnitt 5,56 Prozent mehr bezahlen.
Hintergrund der Preiserhöhungen sind zum einen die jüngsten Tarifabschlüsse, die zu höheren Personalkosten führen. Zum anderen belasten die stark gestiegenen Spritpreise die Haushalte der Verkehrsbetriebe zusätzlich.
Die neuen Tarife treten zum 1. Juli in Kraft. Dann wird das Fahren im gesamten MDV-Gebiet teurer – besonders spürbar wird es in Leipzig sein. Die Anpassungen spiegeln die wachsenden wirtschaftlichen Herausforderungen wider, vor denen die Verkehrsunternehmen in der Region stehen.






