17 April 2026, 06:07

IHK Halle-Dessau fordert Reformen gegen wirtschaftliche Stagnation in Sachsen-Anhalt

Alte gedruckte Karte, die die Grenzen von Preußen und Sachsen auf altem Papier zeigt.

IHK Halle-Dessau fordert Reformen gegen wirtschaftliche Stagnation in Sachsen-Anhalt

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat ihre Frühjahrsvollversammlung abgehalten, um drängende wirtschaftliche Herausforderungen in Sachsen-Anhalt und ganz Deutschland anzugehen. Während der Veranstaltung verabschiedeten die Mitglieder ein detailliertes Positionspapier, das die wirtschaftliche Ausrichtung des Landes im Vorfeld der Wahlen 2026 prägen soll.

IHK-Präsident Sascha Gläßer betonte die anhaltenden Schwierigkeiten der Wirtschaft und nannte die anhaltende Stagnation als eine der größten Sorgen für die Unternehmen in der Region. Im Mittelpunkt der Versammlung standen die "Politischen Forderungen der IHK Halle-Dessau für Sachsen-Anhalt 2026", ein Dokument, das zentrale Anforderungen in den Bereichen Arbeitsmarktreform, Bildung, Innovation und Außenhandel festlegt. Zudem wurden die Reduzierung von Bürokratie, die Verbesserung der Energieinfrastruktur und die Senkung der Kosten für Unternehmen priorisiert.

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Gläßer identifizierte hohe Energiepreise, starke Lohnkosten, hohe Steuerlasten und übermäßige Regulierung als die Hauptfaktoren, die das Wachstum hemmen. Zwar erkenne die Bundespolitik die Notwendigkeit von Veränderungen an, doch konkrete Reformen stünden noch aus, so der IHK-Präsident.

Positiv hob die Versammlung den Erfolg der regionalen Kampagne der IHK hervor, die die wirtschaftlichen Stärken Sachsen-Anhalts bewirbt. Die Initiative habe das Vertrauen von Unternehmen gestärkt, die das Land als attraktiven Investitionsstandort in Betracht ziehen.

Mit Blick auf die Zukunft unterstrich Gläßer die Bedeutung einer fundierten und lösungsorientierten Wirtschaftsdiskussion vor den Landtagswahlen 2026. Das Positionspapier diene nun als verbindlicher Maßstab für die Erwartungen an die künftige Landesregierung.

Die verabschiedeten Forderungen sollen die Gespräche zwischen Wirtschaft und Politik im Vorfeld der Wahlen 2026 leiten. Angesichts der anhaltenden Stagnation zielen die Vorschläge der IHK darauf ab, langjährige Wachstumshemmnisse zu überwinden.

Die Kampagne der Kammer zur Verbesserung des Wirtschaftsimages Sachsen-Anhalts hat bereits an Fahrt aufgenommen und bildet eine solide Grundlage für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Quelle