17 June 2026, 18:38

Italo drängt 2028 mit Hochgeschwindigkeitszügen auf deutsche Strecken – Pro Bahn fordert faire Regeln

Pro Bahn fordert Schutzvorschriften für den Eintritt von Italo in den deutschen Fernverkehr

Italo drängt 2028 mit Hochgeschwindigkeitszügen auf deutsche Strecken – Pro Bahn fordert faire Regeln

Pro Bahn begrüßt Italos Pläne für den Einstieg in den deutschen Fernverkehr

Der private Bahnanbieter Italo will ab 2028 auf dem deutschen Fernverkehrsmarkt aktiv werden und strebt Strecken wie Berlin–München sowie Köln–Frankfurt–München an. Die Fahrgastorganisation Pro Bahn zeigt sich erfreut über die Pläne und stellt zugleich Forderungen auf, um den Wettbewerb zu stärken und die Reisebedingungen für Kunden zu verbessern.

Italo plant, seinen Betrieb in Deutschland 2028 aufzunehmen und stark frequentierte Verbindungen wie München–Hamburg zu bedienen. Diese Strecken werden derzeit vor allem von der staatlichen Deutschen Bahn dominiert.

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Pro Bahn unterstützt den neuen Konkurrenten, pocht jedoch auf faire Rahmenbedingungen. Die Organisation fordert eine unabhängige nationale Behörde, die für die Zuteilung von Trassen und die Koordination der Zugangebote zuständig ist. Ohne eine solche Instanz bestehe die Gefahr, dass neue Anbieter sich nur auf die lukrativsten Strecken konzentrieren, warnt der Verband.

Zudem setzt sich Pro Bahn für ein einheitliches Tarifsystem ein. Fahrgäste sollten mit einem einzigen Ticket alle Fernverkehrsangebote nutzen können. Die Organisation argumentiert, dass die gesetzlichen Grundlagen dafür bereits bestünden, diese jedoch konsequent umgesetzt werden müssten.

Um ländliche Regionen zu schützen, verlangt Pro Bahn von der Politik klare Vorgaben. Bei der Vergabe von Trassen dürften regionale Verkehrsangebote nicht benachteiligt werden. Der Verband besteht auf Schutzmechanismen, die sicherstellen, dass weniger ausgelastete Strecken nicht ins Hintertreffen geraten.

Italos Markteintritt könnte den Wettbewerb auf den meistgenutzten Fernverkehrsstrecken in Deutschland beleben. Die Vorschläge von Pro Bahn zielen darauf ab, faire Zugangsbedingungen, einheitliche Tarife und den Erhalt regionaler Verbindungen zu gewährleisten. Die geplanten Änderungen würden die Organisation und die Preisgestaltung im Fernverkehr grundlegend verändern.

Quelle