Jena testet Balkon-Solarmodule in 150 Wohnungen für günstigeren Strom und Klimaschutz
Tim LangJena testet Balkon-Solarmodule in 150 Wohnungen für günstigeren Strom und Klimaschutz
Wohnungsunternehmen in Jena plant installation von Balkon-Solarmodulen in 150 Wohnungen
In zwei Hochhäusern im Jenaer Stadtteil Lobeda sollen bald Balkon-Solarmodule in 150 Wohnungen erhalten. Das Projekt am Salvador-Allende-Platz zielt darauf ab, die Stromkosten für Mieterinnen und Mieter um bis zu 200 Euro pro Jahr zu senken. Jede Wohnung erhält im Rahmen der Maßnahme zwei Solarmodule mit je 400 Watt Leistung.
Die Initiative ist Teil einer umfassenden Sanierung der beiden Gebäude und wird vom Freistaat Thüringen finanziert. Der erzeugte Solarstrom wird direkt in die Unterverteilung jeder Wohnung eingespeist und verringert so die Abhängigkeit vom öffentlichen Netz.
Forschende werden die Auswirkungen des Projekts auf den Energieverbrauch und die Einsparungen genau analysieren. Zudem dient der Standort als Testumgebung für intelligente Steuerungssysteme und soll als Pilotprojekt für künftige Vorhaben fungieren. Die Jenawohnen GmbH, die hinter dem Plan steht, prüft eine Ausweitung des Konzepts auf weitere Gebäude – vorausgesetzt, das Projekt zeigt Erfolg. Unterstützung erhält es vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des Reallabors „JenErgieReal“.
Tobias Wolfrum, Geschäftsführer der Jenawohnen GmbH, betonte, dass die Maßnahme nicht nur zu den Klimazielen Jenas beitrage, sondern den Bewohnerinnen und Bewohnern auch direkte finanzielle Vorteile biete.
Die installation der Balkon-Solaranlagen soll den Mietern günstigeren Strom ermöglichen und gleichzeitig die lokalen Nachhaltigkeitsbemühungen stärken. Sollte sich das Pilotprojekt bewähren, könnten ähnliche Systeme in weiteren Immobilien der Jenawohnen eingeführt werden. Der Fortschritt des Vorhabens wird hinsichtlich Energieeffizienz und Kosteneinsparungen genau beobachtet.
