Klöckner fordert härtere Gesetze gegen digitale Gewalt an Frauen
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner drängt auf rasche gesetzliche Reformen, um digitale Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen. In einer aktuellen Stellungnahme betonte sie, dass alle Formen von Missbrauch – ob physisch, kulturell oder im Netz – ohne Ausnahme verurteilt werden müssten.
Klöckner verwies auf konkrete Fälle, um die Dringlichkeit des Problems zu unterstreichen. Sie nannte Zwangsehen, Gruppenvergewaltigungen und eine kürzlich behauptete Vergewaltigung im Berliner Bezirk Neukölln als deutliche Beispiele für anhaltende Gewalt. Diese Vorfälle zeigten ihrer Meinung nach, warum stärkere Schutzmaßnahmen längst überfällig seien.
Sie kritisierte die aktuelle Debatte dafür, zentrale Aspekte des Themas zu vernachlässigen. Zwar begrüße sie die Diskussionen über Gewalt gegen Frauen, doch besonders digitale Übergriffe würden Klöckner zufolge noch immer nicht ausreichend berücksichtigt. Sie bestand darauf, dass ein offener Dialog alle Schädigungsformen erfassen müsse, denen Frauen ausgesetzt seien.
Die CDU-Politikerin rief zudem Männer auf, sich aktiver an der Gewaltprävention zu beteiligen. Vor allem Vätern komme eine Schlüsselrolle zu, da sie maßgeblichen Einfluss auf die Haltung ihrer Kinder gegenüber Frauen und Respekt ausübten. Schon frühzeitig Gewaltfreiheit und gegenseitigen Respekt zu vermitteln, sei ihrer Überzeugung nach entscheidend für echten Fortschritt.
Klöckners Äußerungen unterstreichen die Notwendigkeit sowohl rechtlicher Anpassungen als auch eines gesellschaftlichen Wandels. Sie forderte die Abgeordneten auf, zügig Reformen umzusetzen, und ermutigte Männer, Verantwortung bei der Beendigung von Gewalt zu übernehmen. Die Debatte, so machte sie deutlich, müsse nun von Worten zu Taten übergehen.






