Koblenz beschließt Millionenprojekte und neue Bürgermeisterin für 2026
Greta SchneiderKoblenz beschließt Millionenprojekte und neue Bürgermeisterin für 2026
Der Stadtrat von Koblenz hat eine Reihe großer Projekte und Personalentscheidungen gebilligt. Zu den Beschlüssen gehören Fördermittel für kulturelle Vorhaben, Infrastrukturmaßnahmen und gemeindliche Entwicklungen. Zudem wurde eine neue stellvertretende Bürgermeisterin ernannt, die ab Mitte 2026 die Stadtführung übernehmen soll.
Der Rat gab grünes Licht für mehrere zentrale Initiativen, darunter den Bau von drei multifunktionalen Bürgerhäusern, energetische Sanierungen öffentlicher Gebäude sowie ein begrüntes Dach für die Stadtbibliothek. Im Sportpark Oberwerth entsteht zudem ein neues Mehrzweckgebäude.
Weitere Pläne umfassen ein neues Dorfzentrum in Bubenheim sowie die Ausweitung von Tempo-30-Zonen auf der Emser Straße, der Rizzastraße und der Lennéstraße. Bestätigt wurde auch die Fortführung der Arbeiten an einer 7,8-Millionen-Euro-Feuerwache in Horchheim.
Für das Stadttheater wurden zusätzliche Mittel in Höhe von einer Million Euro bewilligt, wodurch sich das Gesamtbudget für die Sanierung auf etwa 45,6 Millionen Euro erhöht. Die Wiedereröffnung verzögert sich jedoch bis Februar 2027. Koblenz profitiert zudem von einem regionalen Budget von rund 89 Millionen Euro aus einem bundesweiten Infrastrukturfonds.
Dr. Dagmar Kranz wurde zur ersten hauptamtlichen Beigeordneten der Stadt ernannt. Sie wird am 1. Juli 2026 das Amt der Bürgermeisterin antreten und löst damit Ulrike Mohrs ab, die acht Jahre lang im Amt war. Aktualisierte Prognosen deuten darauf hin, dass die Einwohnerzahl Koblenz’ bis 2040 auf etwa 112.000 sinken könnte.
Die beschlossenen Projekte werden Teile von Koblenz mit neuen Einrichtungen und einer verbesserten Infrastruktur prägen. Die zusätzlichen Mittel und der Führungswechsel sollen die Entwicklung der Stadt vorantreiben. Die verzögerte Wiedereröffnung des Theaters spiegelt den Umfang der laufenden Arbeiten wider.
