17 April 2026, 06:07

"König der Löwen"-Komponist verklagt Komiker wegen angeblicher Textverhöhnung

Schwarze und weiße Illustration einer Gruppe von Löwen in einer Dschungelumgebung mit üppiger Vegetation und Bäumen, die den Text 'Der Löwenkönig' unten zeigt.

"König der Löwen"-Komponist verklagt Komiker wegen angeblicher Textverhöhnung

Lebohang Morake, der Komponist hinter dem ikonischen "Circle of Life"-Gesang aus *"Der König der Löwen", verklagt den Komiker Learnmore Jonasi wegen angeblicher Verhöhnung des Songtextes. In der Klage wird Jonasi vorgeworfen, die Zulu- und Xhosa-Wörter des Liedes bewusst falsch und respektlos übersetzt zu haben. Die gerichtlichen Unterlagen wurden Jonasi sogar während eines Live-Auftritts auf der Bühne zugestellt.

Morake, der unter seinem Künstlernamen Lebo M bekannt ist, argumentiert, dass Jonasis Äußerungen schweren Schaden angerichtet hätten. Der simbabwische Komiker hatte in einem Podcast die Textzeilen des Gesangs mit "Schaut, da ist ein Löwe. Oh mein Gott" wiedergegeben – statt der offiziellen Disney-Version: "Hoch lebe der König, wir alle verneigen uns vor dem König." Die Klage besagt, Jonasi habe seine Fassung als Fakt dargestellt und nicht als Komödie, weshalb sie auch nicht unter den Schutz der Meinungsfreiheit für Parodien falle.

Morakes Anwälte behaupten, die Aussagen hätten zu tatsächlichen Schäden in Höhe von über 20 Millionen Dollar geführt. Zudem fordern sie 7 Millionen Dollar als Strafschadensersatz. Die Klage wirft Jonasi vor, den kulturellen Stellenwert des Werks herabgewürdigt zu haben, das tief in afrikanischen Traditionen verwurzelt ist.

Jonasi, der bereits bei "America's Got Talent" auftrat und "Der König der Löwen" regelmäßig in seinen Programmen kritisiert, hat inzwischen angeboten, gemeinsam mit Morake ein Video zu drehen. Er erkläre, er wolle nach Morakes Verärgerung die wahre Bedeutung des Liedes klären.

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Der Fall dreht sich um die Frage, ob Jonasis Übersetzung als Satire zu werten ist oder als falsche Behauptung, die als Wahrheit präsentiert wurde. Sollte die Klage erfolgreich sein, könnte sie einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie Komiker mit kulturellen Werken in ihren Auftritten umgehen. Morakes Team besteht darauf, dass der Schaden für seinen Ruf und sein Vermächtnis wiedergutgemacht werden muss.

Quelle