Kontrollierte Sprengung bringt alten Teil der Thalaubachtalbrücke auf der A7 zum Einsturz
Tim LangSpektakuläre Sprengung der Talbrücke Thalaubach auf der A7 in Osthessen - Kontrollierte Sprengung bringt alten Teil der Thalaubachtalbrücke auf der A7 zum Einsturz
Zwei alte Abschnitte der Thalaubachtalbrücke auf der Autobahn A7 wurden heute in den frühen Morgenstunden durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Die Aktion verlief planmäßig, die Trümmer gingen genau dort nieder, wo Ingenieure es vorgesehen hatten. Die Vollsperrung der Autobahn zwischen Hessen und Bayern bleibt vorerst bestehen, während die Bauarbeiten weitergehen.
Die ursprüngliche Brücke, die 1968 errichtet wurde, war den heutigen Verkehrsbelastungen nicht mehr gewachsen. Daher beschlossen die Behörden, sie schrittweise zu ersetzen. Ein erster neuer Abschnitt wurde bereits im vergangenen August fertiggestellt, sodass der Verkehr seitdem in beide Richtungen über eine einzige Brücke fließen kann.
Bei der heutigen Sprengung handelte es sich um die verbleibenden veralteten Teile der Konstruktion. Die A7 bleibt zwischen dem Autobahnkreuz Fulda in Hessen und der Anschlussstelle Bad Brückenau-Volkers in Bayern weiterhin komplett gesperrt. Autofahrer müssen mit Verzögerungen rechnen; die Freigabe der Strecke ist für etwa 16:00 Uhr geplant.
Der zweite neue Abschnitt, der künftig für die Richtungsfahrbahn nach Würzburg vorgesehen ist, soll bis Ende 2027 fertiggestellt werden. Nach Abschluss wird die Autobahn auf diesem Abschnitt sechs Spuren umfassen. Allerdings dauern weitere Anpassungen der Trassenführung bis 2030 an. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf schätzungsweise rund 115 Millionen Euro.
Der Abriss markiert einen wichtigen Meilenstein bei der Modernisierung dieses Abschnitts der A7. Wenn die neue Brücke vollständig fertiggestellt ist, wird sie Staus verringern und die Sicherheit erhöhen. Bis dahin müssen Autofahrer in den kommenden Jahren mit wiederholten Sperrungen während der Bauarbeiten rechnen.