Künstlerischer Leiter verlässt Orchester nach elf prägenden Jahren
Der künstlerische Leiter eines renommierten Orchesters hat bekannt gegeben, dass er seinen Vertrag nach elf Jahren nicht verlängern wird. Sein Abschied fällt in eine Phase des Umbruchs für das Orchester. Salzburg hat bereits mit der Suche nach einem Nachfolger begonnen, der im Herbst 2027 seine Arbeit aufnehmen soll.
Die erste Begegnung des Direktors mit einer Schlüsselfigur fand bei einem Fußballspiel in Peking statt. Er war nicht erfreut, den Besucher zu sehen, der damals Simon Rattle umworben hatte. Dennoch prägte er in der Folge maßgeblich das Profil des Orchesters und setzte sich für Kirill Petrenko als Chefdirigenten durch – statt für einen Kandidaten mit romantischerer Ausrichtung.
Während seiner Amtszeit beendete er die Zusammenarbeit des Orchesters mit Baden-Baden und konzentrierte die Aktivitäten auf Salzburg. Zudem wehrte er sich gegen die Sparmaßnahmen Berlins, um die Interessen des Ensembles zu wahren. Sein Rückzug erfolgt noch vor dem Abschluss der umfassenden Neuausrichtung des Orchesters.
Das Ausscheiden des künstlerischen Leiters markiert das Ende einer Ära. Unter seiner Führung stabilisierte sich das Orchester, und seine künstlerische Ausrichtung wurde gesichert. Nun steht Salzburg vor der Herausforderung, ab 2027 einen Nachfolger zu finden, der diese Arbeit fortsetzt.
