Leverkusens Trainingszentrum in Monheim droht am politischen Widerstand zu scheitern
Matteo WolfLeverkusens Trainingszentrum in Monheim droht am politischen Widerstand zu scheitern
Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein neues Hochleistungs-Trainingszentrum – doch nun droht dem Verein ein schwerer Rückschlag: Lokale Politiker blockieren weiterhin den gewählten Standort in Monheim am Rhein. Sportdirektor Simon Rolfes warnt, dass die Zukunftsfähigkeit des Clubs vom Gelingen des Projekts abhängt.
Nach der Prüfung von 70 möglichen Standorten hatte sich der Verein für Monheim am Rhein als Standort für das neue Trainingsgelände entschieden. Geplant waren zehn Fußballplätze, 150 neue Arbeitsplätze sowie öffentlich zugängliche Rad- und Joggingwege. Doch das Vorhaben stößt seit Langem auf Widerstand lokaler Politiker, weshalb der Club seine Pläne bereits mehrfach zurückfahren musste.
Die Konflikte spitzten sich nach den Kommunalwahlen 2025 zu, als eine neue Ratsmehrheit das Projekt aus Klimaschutz- und Umweltschutzgründen blockierte. Trotz mehrerer Kompromissvorschläge von Bayer 04 Leverkusen lehnte der Stadtrat jede Lösung ab. Gleichzeitig geraten auch die aktuellen Trainingsanlagen in Leverkusen unter Druck, da eine geplante Autobahn-Erweiterung den Standort bedroht – was die Dringlichkeit eines Neubaus weiter erhöht.
Bayer-AG-Chef Bill Anderson zeigte sich besorgt über die politische Entwicklung. Simon Rolfes betonte, dass ohne das Trainingszentrum in Monheim die Nachwuchsförderung und die Wettbewerbsfähigkeit des Vereins leiden könnten.
Doch das Projekt liegt weiterhin auf Eis: Der anhaltende politische Widerstand lässt das Vorhaben scheitern – mit möglichen Folgen für die langfristige Planung des Clubs. Sowohl der Verein als auch das Mutterunternehmen beobachten die Lage genau.
