23 January 2026, 00:15

Mecklenburg-Vorpommern vereinfacht Vergaberegeln und stärkt den Arbeitsmarkt vor der Wahl

Ein altes topografisches Stadtplan von Mercz, Polen, mit verschiedenen topografischen Merkmalen und Texten und Zahlen.

Öffentliche Aufträge bis zu 100.000 Euro ohne Ausschreibung - Mecklenburg-Vorpommern vereinfacht Vergaberegeln und stärkt den Arbeitsmarkt vor der Wahl

Mecklenburg-Vorpommern führt neue Maßnahmen ein, um Vergaberegeln zu vereinfachen und den Arbeitsmarkt zu stärken. Auf einem Treffen der Zukunftsallianz in Schwerin wurden die Änderungen kurz vor den Landtagswahlen im September finalisiert. Trotz demografischer Verschiebungen rechnen Beamte für 2024 mit einem stabilen Arbeitsmarkt – auch wenn die Gesamtbeschäftigung leicht zurückgehen dürfte.

Ab Februar gelten für Behörden in der Region höhere Schwellenwerte bei öffentlichen Aufträgen. Die Grenze für allgemeine Dienstleistungen steigt von 5.000 auf 100.000 Euro, bei Bauleistungen von 10.000 auf 150.000 Euro. Damit sollen Bürokratie abgebaut und Verwaltungsprozesse beschleunigt werden.

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Die Zukunftsallianz startete zudem eine Initiative zur Stärkung der beruflichen Ausbildung. Geförderte, bezahlte Praktika für Schüler:innen in Handwerksberufen sind nun verfügbar; eine Ausweitung auf andere Branchen ist geplant. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) betonte bei dem Treffen die gute Zusammenarbeit und die Fortschritte der Allianz. Markus Biercher, Leiter der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, zeigte sich zurückhaltend optimistisch: Für 2024 prognostizierte er einen "moderaten" Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zu 2023. Allerdings könnten demografische Entwicklungen zu einem leichten Rückgang der Gesamtbeschäftigung führen.

Die überarbeiteten Vergaberegeln treten in den kommenden Wochen in Kraft und erleichtern Behörden den Umgang mit bürokratischen Hürden. Das geförderte Praktikumsprogramm bietet Schülern:innen, die in Handwerksberufe einsteigen, sofortige Unterstützung. Die Zukunftsallianz wird ihre Arbeit vor den Septemberwahlen abschließen – die beschlossenen Maßnahmen bleiben damit für die nächste Regierung verbindlich.