Mecklenburg-Vorpommern warnt vor tödlichen Erdrutschen an Steilküsten
Matteo WolfUmweltminister warnt vor gefährlicher Küstenerosion in MV - Mecklenburg-Vorpommern warnt vor tödlichen Erdrutschen an Steilküsten
Steilküsten in Mecklenburg-Vorpommern drohen im Herbst und Winter vermehrt Erdrutsche
Umweltminister Till Backhaus warnt vor erhöhter Absturzgefahr an den Küstenklippen des Landes – besonders nach starkem Regen und Frost. Behörden rufen Anwohner und Besucher zur Wachsamkeit auf und mahnen zur Einhaltung der Sicherheitshinweise.
Besonders gefährdet sind die Steilküsten an Rügen, Hiddensee, im Nationalpark Jasmund sowie in der Region Fischland-Darß-Zingst. Sturmfluten, Niederschläge und sickerndes Wasser destabilisieren den Boden und können plötzlich zu Abbrüchen führen. Zwischen Oktober und Ende März häufen sich solche Vorfälle, wobei mitunter senkrechte Abbrüche von bis zu sieben Metern entstehen.
Das unberechenbare Herbstwetter verschärft die Lage zusätzlich. Risse im Boden oder schief stehende Bäume gelten als frühe Warnzeichen. Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie beobachtet die Risiken gemeinsam mit den kommunalen Behörden und dem Ministerium für Energie, Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz.
Minister Backhaus betont, wie wichtig es ist, bei Spaziergängen ausreichend Abstand zu steilen Abhängen zu halten. Zudem rät er, sich auf ausgewiesene Wege zu beschränken und Warnschilder sowie Absperrungen zu beachten, um die Gefahr von Erdrutschen zu minimieren.
Besonders hoch ist das Risiko in bekannten Gebieten wie Klütz Höved, auf der Insel Poel und entlang der Küste von Rerik bis Rostock. Zwar überwachen die Behörden die instabilen Zonen kontinuierlich, doch bleibt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit entscheidend. Wer die offiziellen Empfehlungen befolgt, kann dazu beitragen, Unfälle in diesen gefährdeten Küstenabschnitten zu vermeiden.
