12 March 2026, 20:05

Medienbranche fordert Digitalsteuer für Google und Facebook – doch die Länder zögern

Ein Blatt mit den Worten "Demokratische Presse: Eine Wochenzeitung" darauf gegen einen schwarzen Hintergrund.

Medienbranche fordert Digitalsteuer für Google und Facebook – doch die Länder zögern

Führende Vertreter der deutschen Medienbranche fordern eine neue Steuer für Tech-Konzerne, um den Journalismus zu finanzieren. Verleger argumentieren, dass Plattformen wie Facebook und Google von Nachrichteninhalten profitieren, ohne die Branche angemessen zu vergüten. Bisher hat sich jedoch noch kein Bundesland öffentlich hinter den Vorschlag gestellt – trotz wachsender Forderungen nach Handlungsbedarf.

Julia Becker, Verlegerin der Funke Mediengruppe, hat eine "Digitalabgabe" für große Technologieunternehmen ins Spiel gebracht. Sie wirft den Konzernen vor, von der Verbreitung journalistischer Arbeit zu profitieren, während die Redaktionen die Produktionskosten tragen. Becker drängt die Bundesregierung, das Vorhaben umzusetzen.

Auch Jan Ippen, Geschäftsführer der Ippen Digital GmbH, unterstützt die Initiative. Er verweist auf das wachsende Ungleichgewicht zwischen Tech-Plattformen und Medienhäusern in der digitalen Welt. Politisch findet der Vorschlag ebenfalls Zuspruch: Stefan Gruhner (CDU), Medienminister in Thüringen, hat sich dafür ausgesprochen. Gruhner betonte die Bedeutung regionaler Medien für die demokratische Debattenkultur.

Ziel der Initiative ist es, dass Technologieunternehmen stärker zur Finanzierung des Journalismus beitragen. Während Verleger und einige Politiker den Plan befürworten, hat sich noch kein Bundesland offiziell positioniert. Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage, ob Plattformen für die Verbreitung von Nachrichteninhalten zahlen sollten.

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