19 April 2026, 02:05

Mehrwertsteuer-Erhöhung löst politischen Streit zwischen CDU und SPD aus

Eine Karte von Europa, die die EU-Mehrwertsteuersätze von 2014 mit Prozentangaben und Textannotationen zeigt.

Mehrwertsteuer-Erhöhung löst politischen Streit zwischen CDU und SPD aus

Ein möglicher Anstieg der Mehrwertsteuer hat in Deutschland scharfe Kritik von politischen Spitzenkräften ausgelöst. Bei einer Regierungsbefragung am Mittwoch lehnte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) es ab, die Maßnahme auszuschließen – und löste damit umgehend Widerstand bei Landespolitikern und Parteivertretern aus.

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Sowohl aus den Reihen der Koalitionspartner als auch von der Opposition kam Widerspruch. Führende Politiker warnten vor den Folgen für Haushalte und Unternehmen. Merz räumte zwar ein, die finanzielle Belastung für Bürger und Betriebe lindern zu müssen. Konkrete Schritte wollte er jedoch nicht zusagen und ließ damit Spielraum für Steueranpassungen.

Der Vorschlag stieß auf sofortige Ablehnung. Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat für das Amt des regierenden Bürgermeisters in Berlin, argumentierte, eine Erhöhung der Mehrwertsteuer würde einkommensschwache und mittlere Haushalte überproportional belasten. Seine Haltung spiegelte die breite Skepsis innerhalb der Partei wider.

Auch aus den Ländern regte sich Widerstand. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nannte die Idee "genau das Falsche, was wir jetzt brauchen". Manuela Schwesig (SPD), Regierungschefin in Mecklenburg-Vorpommern, positionierte sich noch deutlicher: Eine Mehrwertsteuererhöhung dürfe "unter keinen Umständen" kommen.

Mario Voigt (CDU), Thüringens Ministerpräsident, schloss sich den Bedenken an. Er warnte, eine höhere Mehrwertsteuer würde die Menschen unzumutbar belasten und private Haushaltsbudgets weiter ausdünnen.

Die Debatte um die Mehrwertsteuer offenbart tiefe Gräben in der Wirtschaftspolitik. Zwar hat Merz die Option nicht vom Tisch gewischt, doch der Widerstand aus CDU und SPD deutet auf erhebliche Hürden hin. Jede Entscheidung zu Steueränderungen wird voraussichtlich auf scharfe Prüfung durch die Länderregierungen und die Öffentlichkeit stoßen.

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