Müller stoppt China-Expansion und setzt auf Europa statt Shanghai
Drogeriemarktkette Müller setzt China-Pläne vorerst aus
Die deutsche Einzelhandelskette Müller hat ihre Pläne für die Eröffnung von Filialen in China vorläufig gestoppt. Das Unternehmen hatte bereits ein Grundstück im Shanghaier Bezirk Pudong für seinen ersten Standort ausgewählt, der ursprünglich im vierten Quartal 2026 eröffnet werden sollte. Trotz der Verzögerung bleiben die Gespräche mit den lokalen Behörden für künftige Möglichkeiten offen.
Die Expansion nach China war bei Müller bereits weit fortgeschritten: Geplant war die Eröffnung von bis zu 500 Filialen innerhalb von fünf Jahren. Chu Tongzhou, der Leiter der China-Geschäfte von Müller, hatte die Wahl des ersten Standorts in Pudong bestätigt. Die Verhandlungen zwischen dem Händler und der Entwicklungsbehörde Pudongs wurden als konstruktiv und positiv beschrieben.
Nun hat das Unternehmen seine Prioritäten verschoben. Statt den chinesischen Markt zu betreten, konzentriert sich Müller auf das Wachstum in neuen europäischen Ländern. Aktuell werden mögliche Märkte geprüft. Ein vollständiger Rückzug aus China ist jedoch nicht geplant – die Tür für künftige Gespräche bleibt offen.
Sowohl Müller als auch die lokalen Behörden in Pudong haben signalisiert, die Verhandlungen zu einem späteren Zeitpunkt wiederaufnehmen zu wollen. Die Entscheidung zur Verschiebung erfolgte nach sorgfältiger Abwägung, konkrete Gründe wurden jedoch nicht genannt.
Durch die Verzögerung entfällt die für das vierte Quartal 2026 geplante Eröffnung der ersten Müller-Filiale in China. Das Unternehmen wird sich nun auf die Expansion in Europa konzentrieren, behält sich aber vor, zu einem späteren Zeitpunkt nach China zurückzukehren. Auch die Behörden in Pudong haben ihre Bereitschaft erklärt, die Zusammenarbeit aufzunehmen, sobald die Rahmenbedingungen es zulassen.






