Musashis Fabrik in Leinefelde droht Schließung, 250 Jobs sind in Gefahr
Admin UserMusashis Fabrik in Leinefelde droht Schließung, 250 Jobs sind in Gefahr
Der Zulieferer Musashi steht mit seinem Werk in Leinefelde, Thüringen, vor einer ungewissen Zukunft. Das Unternehmen hat angekündigt, den Standort bis Ende nächsten Jahres zu schließen – damit wären rund 250 Arbeitsplätze bedroht. Mitarbeiter und Gewerkschafter protestieren gegen diese Entscheidung und fordern den Erhalt des Werks. Die Schließungsdrohung fällt in eine Phase der Krise für die Automobilindustrie in Thüringen. Allein in der Region sollen über 500 Stellen bei verschiedenen Zulieferern abgebaut werden. Das Musashi-Werk in Leinefelde ist einer der betroffenen Standorte. Das Unternehmen begründet die geplante Schließung mit wirtschaftlichen Gründen – obwohl ein Tarifvertrag den Erhalt des Werks eigentlich bis 2030 garantiert. Mitarbeiter und Gewerkschafter zeigen sich kämpferisch: Bei einer Plakataktion symbolisierten sie die Anzahl der vom Werk abhängigen Menschen – insgesamt 824, inklusive Beschäftigter und ihrer Angehörigen. Die Linke fordert die Einrichtung eines Fonds zur Stützung der Zuliefererbranche und zur Verhinderung weiterer Jobverluste. Der Betriebsrat wirft Musashi unterdessen vor, Teile des Tarifvertrags infrage zu stellen. Eine dritte Verhandlungsrunde ist für nächsten Montag in Frankfurt angesetzt, wobei die Thüringer Landesregierung möglicherweise als Vermittlerin auftreten wird. Im Gegensatz dazu plant der Automobilzulieferer Schaeffler Investitionen in Delitzsch, die helfen könnten, bestehende Werksanlagen in Fulda zu erhalten. Die geplante Schließung des Musashi-Werks in Leinefelde löst bei Mitarbeitern und Gewerkschaften Besorgnis und Proteste aus. Angesichts der Krise in der Thüringer Automobilbranche stehen nun Verhandlungen an, um eine Lösung zu finden. Das Ergebnis dieser Gespräche und die möglichen Investitionen von Schaeffler in Delitzsch könnten die Zukunft des Musashi-Werks und der gesamten regionalen Zuliefererbranche maßgeblich prägen.
