04 April 2026, 16:06

Nagelsmanns defensive Schwächen: Warum die DFB-Elf vor der WM 2026 wackelt

Eine Gruppe von Männern in grünen T-Shirts steht auf einem Fußballfeld, einige in Hockstellung, mit einem Ball vor ihnen in der Nähe eines Torpfostens, Bäume, Gebäude und Fahrzeuge im Hintergrund.

Nagelsmanns defensive Schwächen: Warum die DFB-Elf vor der WM 2026 wackelt

Die deutsche Nationalmannschaft steht wegen defensiver Patzer und taktischer Starrheit unter Trainer Julian Nagelsmann zunehmend in der Kritik. Trotz eines Kaders mit Weltklasse-Spielern wie Antonio Rüdiger und Jamal Musiala schenkt die Mannschaft Gegnern immer wieder Torchancen ein. Die jüngsten Testspiele gegen die Schweiz und Ghana offenbarten anhaltende Schwächen in der Abwehr.

Nagelsmann hatte sein Amt mit dem Versprechen angetreten, einen flüssigen, unberechenbaren Fußball zu spielen – ein Bruch mit dem strukturierten Positionsfußball seiner Vorgänger wie Joachim Löw. Vor der WM 2022 setzte er auf Tempo, individuelle Klasse und Flexibilität. Seitdem hat er die Disziplin verschärft, ein System mit einer "falschen Neun" eingeführt und für die WM 2026 gezielt Standardsituationen trainiert. Doch diese Anpassungen konnten die defensiven Aussetzer nicht stoppen.

Beim 3:4 gegen die Schweiz führte ein Fehlpass von Nico Schlotterbeck direkt zu einem Gegentreffer. Drei der sieben Schweizer Torschüsse landeten im Netz – ein Beleg für die deutsche Verwundbarkeit. Gegen Ghana gelang zwar ein 2:1-Sieg, doch erst Einwechselspieler Deniz Undav entschied die Partie, obwohl Nagelsmann auf die Startelf mit Kai Havertz und Niclas Woltemade gesetzt hatte.

Der Trainer hält trotz ausbleibender Erfolge an festen Rollen fest. Joshua Kimmich, sonst als Mittelfeldregisseur gesetzt, wird auf der rechten Abwehrseite eingesetzt – was seine Wirkung einschränkt. Nagelsmann räumt unpopuläre Entscheidungen ein, rechtfertigt sie aber als notwendig für den langfristigen Aufbau. Um die Leistungs-schwankungen zu beheben, holte er Alfred Schreuder ins Team, der die Trainingsqualität bis zur WM 2026 steigern soll.

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Die defensiven Defizite und taktische Unbeugsamkeit werden vor der WM 2026 weiter unter die Lupe genommen. Die Probleme in den Testspielen sowie die ungelöste Debatte um die Handelfmeter-Kontroverse bei der EM 2024 deuten auf tiefere Baustellen hin. Nagelsmanns Weigerung, im Spielverlauf anzupassen, wirft die Frage auf, ob seine Vision im entscheidenden Moment trägt.

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