Natürliche Infrastruktur: Warum Wälder und Moore jetzt kritisch werden müssen
Matteo WolfNatürliche Infrastruktur: Warum Wälder und Moore jetzt kritisch werden müssen
Ein neuer Bericht unterstreicht die dringende Notwendigkeit, natürliche Infrastruktur als kritische Infrastruktur einzustufen. Seen, Wälder und Moore genießen derzeit nicht denselben Schutz wie Straßen oder Energienetze. Diese Vernachlässigung birgt das Risiko schwerer Versorgungsengpässe und anderer gravierender Störungen.
Als kritische Infrastruktur gelten heute vor allem vom Menschen geschaffene Systeme wie Schienennetze oder Stromversorgungsnetze. Doch auch Ökosysteme sind lebenswichtig – sie wirken als Puffer gegen Hitzewellen, Pandemien und Extremwetter. Ihr Schutz ist entscheidend für die zivile Sicherheit.
Die Expertenkommission fordert eine bundesweite Erfassung der wichtigsten Naturgebiete. Frühwarnsysteme sollten den schleichenden Rückgang von Ökosystemen überwachen. Zudem sollte die Umweltrisikoaufklärung in die militärische Ausbildung integriert werden, während der Nationale Sicherheitsrat natürliche Infrastruktur priorisiert.
Der Umstieg auf erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft wird aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen empfohlen. Investitionen in Erneuerbare und den öffentlichen Nahverkehr sind für diese Wende unverzichtbar. Auch die Entwicklungspolitik muss lokal geführte Maßnahmen zum Schutz von Ökosystemen fördern.
Die Einstufung natürlicher Infrastruktur als kritisch würde lebenswichtige Ökosysteme schützen. Damit ließe sich verhindern, dass Projekte zur Stärkung der biologischen Vielfalt und der lokalen Sicherheit verloren gehen. Die vorgeschlagenen Änderungen zielen darauf ab, sowohl die Umwelt als auch die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaften zu sichern.
