Netzausbau am Limit: Wie Süddeutschland mit Stromengpässen und erneuerbaren Energien kämpft
Greta SchneiderNetzausbau am Limit: Wie Süddeutschland mit Stromengpässen und erneuerbaren Energien kämpft
Vertreter von Netzbetreibern, Kommunen und Behörden trafen sich in Emmendingen, um über den Ausbau des Stromnetzes zu beraten. Die Veranstaltung wurde vom Regionalverband Südlicher Oberrhein organisiert und brachte die wichtigsten regionalen Netzbetreiber zusammen. Im Mittelpunkt standen zentrale Herausforderungen wie der steigende Bedarf und der Ausbau erneuerbarer Energien.
Bei dem Treffen ging es vor allem um die wachsende Belastung des Netzes durch den erhöhten Stromverbrauch. Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und neue Verbraucher treiben diese Entwicklung voran. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Wind- und Solaranlagen weiter zu, was das System zusätzlich unter Druck setzt.
Einige neue Anlagen für erneuerbare Energien können aufgrund von Kapazitätsengpässen nicht ans Netz angeschlossen werden. Auch Unternehmen haben Schwierigkeiten, die notwendigen Netzanschlüsse zu erhalten. Die Netzbetreiber wiesen darauf hin, dass großflächige Batteriespeichersysteme zwar sinnvoll sind, aber zusätzliche Anforderungen an das Netz stellen.
Dr. Kai-Achim Klare, Vorsitzender des Regionalverbands Südlicher Oberrhein, betonte die Bedeutung einer abgestimmten Planung von Erzeugung, Netzausbau, Speicherung und Verbrauch. Der Regierungspräsidium Freiburg kündigte Maßnahmen an, um die Koordination zu verbessern und Genehmigungsverfahren für Umspannwerke, Transformatorenstationen und Stromleitungen zu beschleunigen. Immer mehr Städte und Gemeinden erhalten zudem Anfragen zu Batteriespeicherlösungen, da sie nach Alternativen suchen.
Die Netzinfrastruktur kommt mit dem Ausbau erneuerbarer Energien und der steigenden Nachfrage kaum noch mit. Schnellere Genehmigungsverfahren und eine bessere Abstimmung gelten als entscheidend, um die aktuellen Engpässe zu überwinden. Ohne diese Schritte drohen weitere Verzögerungen beim Anschluss neuer Anlagen und Verbraucher.
