11 April 2026, 00:10

Norwegen zeigt: So bleiben Stromkosten trotz Krise stabil

Liniengraph, der den monatlichen Solarstromertrag in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Norwegen zeigt: So bleiben Stromkosten trotz Krise stabil

Norwegens Energiemarkt erlebte Anfang März starke Preisschwankungen, ausgelöst durch globale Spannungen und steigende Gaspreise. Haushalte mit Elektroautos, intelligenten Stromzählern und flexiblen Tarifen konnten ihre Stromrechnungen jedoch stabil halten – sie zahlten nur 3 Prozent mehr als im Februar.

Die Krise begann, als der Konflikt mit dem Iran die Gaspreise in die Höhe trieb und damit die Stromkosten in ganz Europa erhöhte. Die Großhandelspreise für Strom schwankten stark, mit plötzlichen Spitzen und Einbrüchen Anfang März. Auch die Endkundenpreise für Neukunden stiegen in diesem Zeitraum.

Norwegische Haushalte waren jedoch gut gerüstet. Fast alle Haushalte nutzen intelligente Zähler, und 93 Prozent der Stromkunden setzen auf dynamische Tarife. Besitzer von Elektroautos passten ihre Ladegewohnheiten an und verlagerten den Verbrauch in schwächere Lastzeiten – insbesondere zwischen 4 und 6 Uhr morgens. Das Laden am Abend ging im Vergleich zum Februar zurück.

Die anpassungsfähigsten Haushalte senkten ihre Kosten um fast 7 Prozent, indem sie ihren Stromverbrauch optimal steuerten. Daten aus dem Jahr 2025 zeigen, dass die besten 10 Prozent der Tibber-Kunden mit sowohl Solarpanels als auch einem Elektroauto nur 22 Cent pro Kilowattstunde zahlten, während Nutzer mit nur einem E-Auto 26 Cent entrichteten. Viele von Tibbers E-Auto-Besitzern verfügten zudem über Solaranlagen, was ihre Rechnungen weiter drückte.

Edgeir Aksnes, CEO und Mitgründer von Tibber, warnte davor, sich bei der Stromerzeugung auf Gas zu verlassen. Er argumentierte, dass erneuerbare Energien in Kombination mit flexiblem Verbrauch eine günstigere und stabilere Lösung bieten.

Die Krise unterstrich die Vorteile intelligenter Energienutzung. Haushalte mit Elektroautos, Solarstrom und dynamischen Tarifen verzeichneten nur geringe Kostensteigerungen. Wer seine Ladezeiten anpasste, zahlte sogar weniger – ein Beweis dafür, wie Flexibilität die Auswirkungen volatiler Energiemärkte abfedern kann.

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