Olaf Scholz feiert Geburtstag zwischen Karneval und politischen Pflichten
Matteo WolfOlaf Scholz feiert Geburtstag zwischen Karneval und politischen Pflichten
Bundeskanzler Olaf Scholz feierte am Samstag seinen 68. Geburtstag – ein Datum, das für ihn eine besondere Bedeutung hat. Geboren am 11. November 1955, pflegt er seit langem die Verbindung zwischen seinem Geburtstag und den Karnevalstraditionen. In diesem Jahr verband sein Terminkalender jedoch politische Pflichten mit festlicher Stimmung – wenn auch aus der Ferne.
Der Geburtstag des Kanzlers fällt mit dem Beginn der Karnevalssaison zusammen, ein Fakt, den er oft betont hat. Seine rheinischen Wurzeln reichen tief: Eine Großmutter stammte aus Andernach, und er wuchs im Sauerland auf, das einst zum Kurfürstentum Köln gehörte. Dort sind Karneval und Schützenfeste seit jeher fester Bestandteil der lokalen Bräuche.
Im Laufe der Jahre hat Scholz drei "runde Geburtstage" am 11. November gefeiert – seinen 22., 33. und 44. Während er die festliche Symbolik stets anerkannt hat, standen diesmal die dienstlichen Verpflichtungen im Vordergrund. Am Weiberfastnacht, dem lebhaften Frauenkarneval am Donnerstag, befand er sich in Brüssel, wo er an einer nicht öffentlichen Strategiekonferenz zur Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie teilnahm.
Später am Tag wollte er nach Berlin zurückkehren und etwas Karnevalsstimmung in die Bundeskabinettsitzung bringen. Der Brauch des Weiberfastnachts, der im 19. Jahrhundert entstand, ist vor allem im Rheinland lebendig, wo Frauen den Männern scherzhaft die Krawatten abschneiden. In Regionen wie dem Sauerland sind die Feiern dagegen zurückhaltender, und viele Orte halten sich noch an ältere, männlich geprägte Traditionen.
Einmal mehr fiel Scholz' Geburtstag mit der Karnevalszeit zusammen – eine Mischung aus persönlicher Tradition und amtlichen Pflichten. Zwar ließ sein vollgepackter Terminkalender kaum Raum für ausgiebiges Feiern, doch versuchte er, etwas von der festlichen Atmosphäre in den Regierungsalltag zu tragen. Seine Verbundenheit mit dem Rheinland und dem Sauerland bleibt ein prägender Teil seines öffentlichen Bildes.
