Orkan „Elli“ stoppt Biathlon-WM in Oberhof – alle Freitagsrennen abgesagt
Greta SchneiderOrkan „Elli“ stoppt Biathlon-WM in Oberhof – alle Freitagsrennen abgesagt
Orkan „Elli“ legt Biathlon-WM in Oberhof lahm – Freitagsprogramm komplett abgesagt
Sturm „Elli“ hat den Biathlon-Weltcup in Oberhof durcheinandergebracht und die Veranstalter gezwungen, das gesamte Programm des Freitags abzusagen. Heftiger Schneefall, orkanartige Böen und eisige Temperaturen schafften gefährliche Bedingungen für Athleten und Offizielle. Trotz des Rückschlags bleibt der Sportdirektor des Events optimistisch für die Rennen am Wochenende.
Das Chaos begann, als der Sturm über die Region fegte und blizzardartige Verhältnisse mit sich brachte. Wettervorhersagen hatten vor extremen Winden und Sichtproblemen gewarnt, woraufhin die Internationale Biathlon-Union (IBU) handeln musste. Sportdirektor Daniel Böhm bestätigte die Absage und verwies auf Sicherheitsrisiken sowie Bedenken hinsichtlich eines fairen Wettbewerbs.
Der Sprint der Frauen war bereits früher in der Woche wegen der sich verschlechternden Wetterbedingungen verlegt worden, während der Sprint der Männer bereits stattgefunden hatte. Die deutschen Athleten Philipp Nawrath, Franziska Preuß und Janina Hettich-Walz zeigten trotz der widrigen Umstände starke Leistungen. Nawrath sicherte sich mit einem zweiten Platz im Männer-Sprint seinen ersten individuellen Podestplatz der Saison. Preuß und Hettich-Walz belegten im Frauensprint die Plätze fünf und sechs, verpassten jedoch jeweils einen Schuss, was ihre Endplatzierung beeinträchtigte.
Ein Forstbeamter hatte bereits davor gewarnt, in der Region Veranstaltungen abzuhalten – wegen der gefährlichen Waldbedingungen. Böhm erklärte später, die Absage sei unvermeidbar gewesen, da der Sturm weder die Sicherheit der Sportler noch die Wettkampfgerechtigkeit hätte garantieren können.
Die erzwungene Pause am Freitag enttäuscht Fans und Teilnehmer gleichermaßen. Für das Wochenende wird jedoch mit frischem Schnee gerechnet, ohne dass weitere Unterbrechungen erwartet werden. Die Organisatoren konzentrieren sich nun darauf, die verbleibenden Rennen sicher und reibungslos über die Bühne zu bringen.
