Polizei entdeckt selbstgebaute Zigarettenfabrik in Oberpfälzer Wohnung
Matteo WolfSelbstgebaute Zigarettenmaschine beschlagnahmt - Polizei entdeckt selbstgebaute Zigarettenfabrik in Oberpfälzer Wohnung
In einer Wohnung in der Oberpfalz wurde eine selbstgebaute Zigarettenherstellungsmaschine aufgedeckt. Die Behörden beschlagnahmten das Gerät bei einer Polizeidurchsuchung, da der Verdacht bestand, dass es zur illegalen Tabakverarbeitung genutzt wird. Der Fall wurde im September 2025 im Rahmen laufender Ermittlungen bekannt gegeben.
Die Maschine wurde von Zollfahndern entdeckt, als Beamte wegen einer anderen Angelegenheit eine Durchsuchung durchführten. Sie konnte bis zu 500 Zigaretten pro Stunde produzieren, indem sie vorgefertigte Hülsen mit unversteuertem Tabak füllte. Nun steht ein 40-jähriger Mann unter dem Verdacht, das Gerät gewerblich zu nutzen.
Der Beschuldigte soll die fertigen Zigaretten angeblich in markenähnliche Schachteln verpackt haben – versehen mit einem selbst erfundenen Namen. Der Fall reiht sich in einen größeren Trend ein: In den vergangenen fünf Jahren haben deutsche Behörden einen deutlichen Anstieg selbstgebauter Zigarettenmaschinen verzeichnet. Zwischen 2021 und 2026 stiegen die Beschlagnahmungen laut dem Zollbericht 2025 um über 50 Prozent. Höhere Tabaksteuern und Anleitungen auf Plattformen wie YouTube haben diesen Boom befeuert, wobei sich der Fokus besonders auf Eigenbau-Projekte in Ostdeutschland richtet.
Die Maschine wurde sichergestellt, und die Ermittlungen gegen den Verdächtigen laufen weiter. Der Fall unterstreicht die wachsende Herausforderung durch illegale Tabakproduktion in Deutschland. Die Behörden beobachten weiterhin die Verbreitung solcher Geräte – insbesondere in Regionen, in denen selbstgebaute Anlagen zunehmend auftauchen.
