Pro Bahn attackiert MVG-Pläne: Kürzungen bei U7 und Straßenbahn 25 drohen trotz Fahrgastboom
Ella WagnerPro Bahn attackiert MVG-Pläne: Kürzungen bei U7 und Straßenbahn 25 drohen trotz Fahrgastboom
Die Fahrgastorganisation Pro Bahn hat die geplanten Fahrplanänderungen der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) für 2026/2027 scharf kritisiert. Besonders besorgniserregend findet der Verband die geplanten Kürzungen auf stark frequentierten Strecken, darunter die U-Bahn-Linie U7 und die Straßenbahnlinie 25. Diese Einschnitte stünden im Widerspruch zur steigenden Fahrgastzahl in der Stadt, so die Argumentation.
Laut Pro Bahn sind die Kürzungen eine Folge des angespannten Münchner Haushalts. Gleichzeitig hält der Verband die Maßnahmen für unnötig. Stattdessen verweist er auf ungelöste Kapazitätsprobleme in den Werkstätten und Abstellanlagen, wo sich seiner Meinung nach Einsparpotenziale böten.
Mit einer besseren Infrastrukturplanung ließen sich Kosten senken und gleichzeitig die Servicequalität verbessern, betont Pro Bahn. Zudem wirft die Organisation früheren politischen Entscheidungen vor, Gelder in Projekte mit geringem öffentlichem Nutzen umgelenkt zu haben.
Der Verband fordert nun klare finanzielle Zusagen von kommunaler, Landes- und Bundesebene. Gefordert wird eine dauerhafte, inflationsbereinigte Pro-Kopf-Förderung für den ÖPNV. Langfristig strebt Pro Bahn eine Steigerung des ÖPNV-Anteils in München an und will die geplante Verkehrswende vorantreiben.
Im Mittelpunkt der Forderungen stehen die Sicherung stabiler Finanzmittel und die Rücknahme der geplanten Streichungen. Durch eine effizientere Nutzung bestehender Ressourcen ließen sich Kürzungen auf wichtigen Strecken vermeiden, so die Überzeugung des Verbands. Die Appelle kommen zu einem Zeitpunkt, an dem München unter wachsendem Druck steht, den Haushalt zu konsolidieren, ohne den öffentlichen Nahverkehr zu schwächen.






