31 January 2026, 12:14

Red Bull und Rauch planen riesige Dosenfabrik in Brandenburg – doch Umweltschützer klagen

Ein detailliertes altes Stadtplan von Brandenburg, Deutschland, das Straßen, Gebäude, Parks und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Grüne Liga erstattet Klage gegen Bauplan für Red Bulls Fabrik - Red Bull und Rauch planen riesige Dosenfabrik in Brandenburg – doch Umweltschützer klagen

Red Bull Racing und Rauch planen große Expansion in Brandenburg nach Übernahme von Urstromquelle

Nach der Übernahme des regionalen Getränkeherstellers Urstromquelle bereiten Red Bull Racing und Rauch eine bedeutende Erweiterung in Brandenburg vor. Geplant ist der Bau einer neuen Dosenabfüllanlage in Baruth/Mark – ein Vorhaben, das auf juristischen Widerstand von Umweltschutzgruppen stößt. Kritikpunkte sind vor allem der Wasserverbrauch und die mögliche Belastung lokaler Ressourcen.

Vor der Übernahme förderte Urstromquelle in Fürstenwalde jährlich rund 1,2 Millionen Kubikmeter Wasser. Damit gehörte das Unternehmen zu den größeren industriellen Wasserverbrauchern der Region, lag jedoch deutlich unter Standorten wie dem BASF-Werk in Schwarzheide, das mit 5–7 Millionen m³ pro Jahr rechnet. Seit der Übernahme durch Red Bull Racing und Rauch konnten durch Effizienzmaßnahmen etwa 30 % des Wasserbedarfs eingespart werden, sodass der Verbrauch laut den brandenburgischen Umweltberichten von 2015 bis 2023 auf unter 1 Million m³ pro Jahr sank.

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Das Expansionsprojekt sieht vor, die Belegschaft von derzeit 240 auf rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu vergrößern. Zudem ist eine eigene Dosenabfüllanlage geplant, die die Produktion von abgefülltem Mineralwasser hin zu Dosengeränken verlagern soll. Die Unternehmen versichern, dass der Wasserverbrauch die bisherigen Mengen von Urstromquelle nicht überschreiten werde.

Die Umweltschutzorganisation Grüne Liga Brandenburg hat jedoch Klage gegen den Bebauungsplan eingereicht. Sie argumentiert, dass das Projekt die bestehende Wasserknappheit in der Region verschärfen und Ressourcen von der Mineralwasserproduktion abziehen könnte. Die Gruppe fordert zudem einen vorläufigen Stopp des Bebauungsplans der Stadt, bis der Rechtsstreit geklärt ist.

Während die rechtliche Prüfung des Vorhabens noch läuft, bleiben die ökologischen Bedenken bestehen. Bei einer Genehmigung würde das Projekt zwar erhebliche Arbeitsplätze schaffen, gleichzeitig aber die Wassernutzung in der Region grundlegend verändern. Die Entscheidung des Gerichts wird zeigen, ob die Pläne wie vorgesehen umgesetzt werden können.