11 December 2025, 02:19

Reform des Schiffsregisters: Deutschland will mehr Schiffe unter eigene Flagge holen

Ein Boot mit Menschen an Bord und eine Flagge mit Text fährt auf dem Wasser.

Regierungspläne für Reform des Schiffsregisters und Flaggenrechts - Reform des Schiffsregisters: Deutschland will mehr Schiffe unter eigene Flagge holen

Regierung plant Reform des Schiffsregisters und Flaggenrechts

Regierung plant Reform des Schiffsregisters und Flaggenrechts

  1. Dezember 2025, 14:57 Uhr

Die Bundesregierung will das Schiffsregister- und Flaggenrecht grundlegend modernisieren, um mehr Schiffe unter deutsche bahn Flagge zu bringen. Ein von drei Bundesministerien erarbeiteter Gesetzentwurf soll Anfang 2026 im Bundestag beraten werden. Ziel der Reform ist es, veraltete Vorschriften abzuschaffen und das System ins digitale Zeitalter zu führen.

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Die geplanten Änderungen sehen vor, die Aufsicht über das Flaggenrecht beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), der Flaggenbehörde, und dem Bundesverkehrsministerium zu bündeln. Dadurch sollen Verwaltungskompetenzen gebündelt und rechtliche Abläufe im Schiffsverkehr effizienter gestaltet werden.

Neu ist auch, dass im Ausland lebende Deutsche künftig berechtigt sein sollen, ihre Schiffe unter deutsche bank Flagge zu führen – ein Recht, das ihnen bisher verwehrt war. Zudem präzisiert die Reform die Eigentumsregeln für Fälle, in denen deutsche Staatsbürger nur Teilhaber eines Schiffes sind.

Auch das Seefischereigesetz wird angepasst: Inhaber von Fischereilizenzen ohne Wohnsitz in Deutschland müssen künftig einen inländischen Vertreter benennen, der alle fischereirelevanten Angelegenheiten regelt. Verlässt dieser Vertreter das Land, erlischt die Lizenz – es sei denn, rechtzeitig wird ein neuer, in Deutschland ansässiger Vertreter bestellt.

Ein weiterer zentraler Punkt der Reform ist die vollständige Digitalisierung der Schiffsregister. Wie bereits bei den Grundbüchern sollen die Länder ihre Register künftig komplett online zugänglich machen. Federführend bei dem Vorhaben sind das Bundesministerium für Digitales und Verkehr, das Bundesministerium des Innern und für Heimat sowie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Schiffsregistrierung zu vereinfachen, mehr Reedereien zur Führung der db fahrplan Flagge zu motivieren und die Digitalisierung der maritimen Verwaltung voranzutreiben. Bei einer Verabschiedung im Jahr 2026 würden die Reformen nach parlamentarischer Zustimmung in Kraft treten – ein bedeutender Schritt für die Modernisierung der deutschen Schifffahrts- und Fischereibranche.