04 April 2026, 14:09

Regio-Pass: Drei Zeitungen testen grenzüberschreitendes Digital-Abo für Pendler und Kulturfans

Alte spanische Zeitung "El Pueblo" aus dem frühen 20. Jahrhundert mit sichtbarem Text und schwarzem Rand, auf einem weißen Hintergrund dargestellt.

Regio-Pass: Drei Zeitungen testen grenzüberschreitendes Digital-Abo für Pendler und Kulturfans

Drei Regionalzeitungen starten den Regio-Pass – ein neues digitales Abo-Bündel für Leser über Stadtgrenzen hinweg

Drei regionale Tageszeitungen haben den Regio-Pass eingeführt, ein neues digitales Abo-Modell, das Leser in verschiedenen Städten ansprechen soll. Das Pilotprojekt ermöglicht Abonnenten den Zugriff auf Inhalte mehrerer Medienhäuser – von Sport und Kultur bis zu lokalen Nachrichten. Die Verlage hoffen, damit vor allem Pendler und Bewohner in ländlichen Gebieten zwischen größeren Ballungsräumen zu gewinnen.

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Der Regio-Pass funktioniert, indem er Artikel verschiedener Titel zusammenführt. Fußballfans von Vereinen wie Waldhof Mannheim oder dem Karlsruher SC können so etwa Berichte über den SC Freiburg lesen. Ebenso erhalten Kulturinteressierte in Freiburg oder Mannheim Zugang zu Rezensionen aus dem Festspielhaus Baden-Baden. Das Modell erinnert an Alles plus, die Kooperation zwischen Der Spiegel und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die nationale Medieninhalte bündelt.

Technisch unterstützt wird das Projekt von der Contentpass GmbH mit Sitz in Kleinmachnow, einem Spezialisten für Abo-Plattformen. Dirk Freytag, Geschäftsführer von Contentpass und Präsident des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), sieht in der Initiative eine Chance, den Mehrwert grenzüberschreitender Journalismus-Partnerschaften zu beweisen. Nadja Poppen, geschäftsführende Gesellschafterin der BZ.medien Gruppe, möchte Lesern den Pass als Möglichkeit präsentieren, mehr aus ihrem Abo herauszuholen.

Das Angebot ist zunächst als zeitlich befristeter Test angelegt. Nach der Pilotphase wollen die Verantwortlichen die Resonanz auswerten, bevor über eine dauerhafte Einführung entschieden wird. Der Regio-Pass richtet sich besonders an Pendler und Menschen am Rande großer Städte. Sollte er langfristig etabliert werden, könnte dies einen Wandel in der Art und Weise einläuten, wie regionale Verlage digitale Inhalte teilen. Derzeit liegt der Fokus jedoch darauf, die Lesernachfrage und die technische Umsetzung zu prüfen.

Quelle