Renovierung der Staatskanzlei weiter verzögert - Renovierung der Staatskanzlei weiter verzögert
Die Sanierung der historischen Thüringer Staatskanzlei erleidet weitere Rückschläge. Ursprünglich für 2025 geplant, wird das Projekt nun frühestens 2027 abgeschlossen. Steigende Kosten und unerwartete bauliche Probleme dehnen sowohl Zeitpläne als auch Budgets.
Die Staatskanzlei befindet sich in einem denkmalgeschützten Ensemble aus drei Renaissance-Patrizierhäusern, das später zu einem barocken Vierflügelbau mit Innenhof erweitert wurde. Ihre historische Bedeutung erschwert die Modernisierungsarbeiten zusätzlich.
Das Projektbudget ist von ursprünglich 26 Millionen Euro im Jahr 2020 auf mittlerweile rund 36 Millionen Euro angestiegen. Als Hauptgründe für die explodierenden Material- und Arbeitskosten nennen Behörden die Pandemie und den Ukraine-Krieg. Zudem erforderten während der Bauarbeiten entdeckte statische Mängel zusätzliche Zeit und Mittel. Gänzlich zum Stillstand gekommen ist die Sanierung jedoch nicht: Der Nordflügel wurde bereits vor drei Jahren fertiggestellt, und weitere Büroräume sollen bis Mitte 2026 bezogen werden. Dennoch liegt die vollständige Renovierung Jahre hinter dem Zeitplan.
Stefan Gruhner, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, ist für die Staatskanzlei zuständig. Zwar wurde bisher niemand öffentlich mit der Prüfung der Verzögerungen beauftragt, doch das Sprecherteam räumte ein, dass sowohl die steigenden Ausgaben als auch die Bauverzögerungen angegangen werden müssen.
Durch die verlängerte Bauzeit verschiebt sich die vollständige Wiedereröffnung der Kanzlei auf frühestens 2027. Mit Kostensteigerungen von 10 Millionen Euro seit 2020 bleiben die finanziellen und logistischen Herausforderungen bestehen. Weitere Updates werden erwartet, sobald die Arbeiten an den verbleibenden Flügeln voranschreiten.
