24 June 2026, 12:04

Rentenreform 2024: Merz plant Grundrente und höhere Beiträge trotz Kritik an Ungerechtigkeit

Schwarz-rote Rentenreform

Rentenreform 2024: Merz plant Grundrente und höhere Beiträge trotz Kritik an Ungerechtigkeit

Die Bundesregierung hat Pläne zur Reform des Rentensystems angekündigt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erklärte, die schwarz-rote Koalition werde die Vorschläge der Rentenkommission vollständig übernehmen. Dazu gehören die Einführung einer Grundrente zur Bekämpfung der Altersarmut sowie höhere Bundeszuschüsse zu deren Finanzierung.

Das heutige umlagefinanzierte System wurde in den 1950er-Jahren unter Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) eingeführt. Er hatte nach dem Zweiten Weltkrieg das kapitalgedeckte Modell wegen fehlenden Kapitals aufgegeben. Noch heute gilt die gesetzliche Rentenversicherung als stabil und krisenresistent; die Rentenausgaben im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung sind in den vergangenen 20 Jahren sogar gesunken.

Die Rentenkommission schlägt nun Änderungen am bestehenden Modell vor. Demnach sollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jeweils bis zu ein Prozent des Bruttolohns in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge einzahlen. Allerdings birgt das kapitalbasierte System Risiken: Renditen von über drei Prozent jährlich sind nicht garantiert, zudem ist es anfällig für Börsencrashs und Gebühren von Finanzdienstleistern.

Teil der Reform ist auch eine Anhebung des Renteneintrittsalters, das künftig an die Lebenserwartung gekoppelt werden soll. Dadurch würden die Rentenleistungen effektiv sinken. Kritiker monieren, die Pläne träfen einkommensschwache Gruppen überproportional und führten zu einer Umverteilung von unten nach oben. Zudem sterben gesetzlich Versicherte statistisch gesehen Jahre früher als Privatpatienten – was die Ungleichheit weiter verschärft.

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Die Regierung will die Altersarmut mit einer Grundrente und höheren Zuschüssen bekämpfen. Zudem sollen die Empfehlungen der Kommission umgesetzt werden, darunter die teilweise Umstellung auf Kapitaldeckung. Die geplanten Änderungen werden das Renteneintrittsalter und die Rentensicherheit beeinflussen – mit erheblichen Folgen vor allem für Geringverdiener.

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