Rheinland-Pfalz plant historische Dialekt-Debatte im Landtag für 2026
Greta SchneiderSchweitzer wünscht sich Landtag-Sitzung im Dialekt - Rheinland-Pfalz plant historische Dialekt-Debatte im Landtag für 2026
Rheinland-Pfalz’ Ministerpräsident Alexander Schweitzer hat einen ungewöhnlichen Vorschlag für den Landtag eingebracht: Eine gesamte Sitzung soll in regionalen Dialekten, wie dem Rheinfränkisch, und nicht auf Hochdeutsch abgehalten werden. Die Idee ist Teil der Feierlichkeiten zum 80-jährigen Jubiläum des Bundeslandes in Deutschland im Jahr 2026. Ursprünglich stammte der Vorschlag von Martin Sierro, doch Schweitzer hat ihn mit Begeisterung aufgegriffen. Er besteht darauf, dass es sich um eine ernsthafte Debatte handeln solle – und nicht um eine unterhaltsame Darbietung. Sein Ziel ist es, die kulturelle Tiefe der rheinland-pfälzischen Mundarten zu würdigen. Schweitzer hegt die Idee bereits seit Langem und gibt offen zu, dass seine Wertschätzung für Dialekte im Laufe der Zeit gewachsen ist. Zu Hause spricht er meist seinen südpfälzischen Heimatdialekt. Für ihn sind diese sprachlichen Traditionen ein unverzichtbarer Teil des kulturellen Erbes der Region. Sollte der Landtag zustimmen, wäre die Sitzung ein einzigartiger Moment in der politischen Geschichte der Bundesländer in Deutschland – und der vorläufige Höhepunkt von Schweitzers jahrelangem Einsatz für den Erhalt und die Förderung der regionalen Sprachvielfalt. Geplant ist, dass Abgeordnete eine komplette Plenarsitzung ausschließlich in Dialekten führen. Damit soll im Jubiläumsjahr die sprachliche Identität der Region gewürdigt werden. Eine endgültige Entscheidung über den Vorschlag steht jedoch noch aus.
