Rheinmetall und Boeing bieten Ghost-Bat-Drohne für die deutsche Luftwaffe an
Ella WagnerRheinmetall und Boeing bieten Ghost-Bat-Drohne für die deutsche Luftwaffe an
Deutschlands Vorstoß in die nächste Generation der Drohnentechnologie zieht große Rüstungsunternehmen in den Wettbewerb
Rheinmetall und Boeing haben sich zusammengeschlossen, um die MQ-28 Ghost Bat als Collaborative Combat Aircraft (CCA) – ein kampfunterstützendes Drohnensystem – für die deutsche Luftwaffe anzubieten. Auch andere Bewerber, darunter Airbus, Kratos und das Start-up Helsing, konkurrieren mit eigenen Drohnenentwürfen um den Auftrag.
Die von Boeing entwickelte MQ-28 Ghost Bat hat bereits über 150 Testflüge absolviert. Konzipiert für den Einsatz in hochriskanten Lufträumen, fungiert sie als Kraftverstärker, indem sie die Einsatzmöglichkeiten erweitert. Ihr modulares System ermöglicht vielfältige Aufgaben – von Aufklärung bis zur elektronischen Kriegsführung.
Rheinmetall würde im Falle einer Auswahl die Integration der Drohne in Deutschland verantworten und die operative Unterstützung sicherstellen. Die Partnerschaft zielt darauf ab, den Zeitplan der Luftwaffe für die CCA-Einsatzbereitschaft bis 2029 einzuhalten. Zuvor hatte Rheinmetall bereits eine mögliche Zusammenarbeit mit Lockheed Martin im CCA-Bereich geprüft, bevor man sich auf Boeings MQ-28 konzentrierte.
Die Konkurrenz ist hart: Airbus und Kratos schlagen die Drohne XQ-58A Valkyrie als Alternative vor. Gleichzeitig bietet das deutsche Start-up Helsing sein autonomes Fluggerät CA-1 an. Auch General Atomics Aeronautical Systems hat Interesse signalisiert und eine europäische Version seines YFQ-42A-Prototyps ins Spiel gebracht.
Laut Armin Pappenger, Vorstandsvorsitzendem von Rheinmetall, könnte Deutschland etwa 400 CCAs benötigen. Die endgültige Entscheidung wird die Zukunft der unbemannten Luftkampfsysteme für die Bundeswehr prägen.
Das CCA-Programm der Luftwaffe schreitet mit mehreren Bietern voran, die hochmoderne Drohnenlösungen vorstellen. Neben dem MQ-28 Ghost Bat von Rheinmetall und Boeing konkurrieren die Entwürfe von Airbus-Kratos und Helsing um den Zuschlag. Die Auswahl wird bestimmen, welches System bis 2029 in Dienst gestellt wird.






