Sachsens Justiz leidet unter wachsendem Richtermangel – Leipzig besonders betroffen
Greta SchneiderErsetzung von richterlichen Positionen dauert fast zehn Monate - Sachsens Justiz leidet unter wachsendem Richtermangel – Leipzig besonders betroffen
Sachsens Gerichte kämpfen mit wachsender Zahl unbesetzter Richterstellen – Verzögerungen bei Neubesetzungen dauern monatelang
Aktuell sind in sächsischen Land- und Amtsgerichten 14 Richterstellen unbesetzt, während in den kommenden Jahren eine Welle von Pensionierungen bevorsteht. Besonders prekär ist die Situation in Leipzig, wo drei Positionen bereits seit längerer Zeit vakant sind.
Am stärksten betroffen ist das Landgericht Leipzig mit drei unbesetzten Stellen. Das Landgericht Dresden sowie die Amtsgerichte Dresden und Weißwasser verzeichnen jeweils zwei freie Positionen. Einzelne Vakanzen gibt es zudem in Dippoldiswalde, Hohenstein-Ernstthal, Hoyerswerda, Marienberg und Riesa.
Die derzeitigen 14 unbesetzten Stellen verdeutlichen die Herausforderungen bei der Richterrekrutierung in Sachsen. Angesichts der bevorstehenden Pensionierungen könnte sich die Belastung der Gerichte in den nächsten Jahren noch verschärfen. Zwar sieht der Haushaltsplan des Justizministeriums Maßnahmen zur Lösung des Problems vor, doch bleiben Verzögerungen bei der Stellenbesetzung ein hartnäckiges Problem.
