17 March 2026, 22:06

Schleswig-Holsteins Digitalstrategie 2026: Weniger Bürokratie, mehr Teilhabe für alle

Gruppe von Männern, die um einen Tisch mit Laptops, Wasserflaschen, Mobiltelefonen und Papieren sitzen, mit einem "Nigerian Government Launches Digital Governance Programme"-Schild an der Wand dahinter.

Land schließt niemanden bei Digitalstrategie aus - Schleswig-Holsteins Digitalstrategie 2026: Weniger Bürokratie, mehr Teilhabe für alle

Schleswig-Holstein beschließt Digitalstrategie 2026: Fortschritt für alle, niemand soll abgehängt werden

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Schleswig-Holstein hat seine Digitalstrategie 2026 verabschiedet, um sicherzustellen, dass alle Bürgerinnen und Bürger vom digitalen Wandel profitieren. Im Mittelpunkt stehen der Abbau von Bürokratie, die Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen und die Vermeidung einer digitalen Spaltung. Abgeordnete verschiedener Parteien haben sich zu den Chancen und Herausforderungen der Strategie geäußert.

Die schwarz-grüne Landesregierung hat den Plan mit einem klaren Ziel finalisiert: den digitalen Zugang vereinfachen und die Interaction mit Behörden entkomplizieren. Ein zentrales Element ist das "Once-Only"-Prinzip – Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen müssen Daten künftig nur noch einmalig einreichen. Diese Informationen werden dann automatisch zwischen den Behörden ausgetauscht, um bürokratische Hürden abzubauen und Prozesse zu beschleunigen.

Ein landesweites Datennetz soll verschiedene Akteure vernetzen und einen nahtlosen Datenaustausch ermöglichen. Digitalisierungsminister Dirk Schrödter (CDU) bezeichnete den Ansatz als "partizipativ" und betonte, dass er an den Bedürfnissen der Bevölkerung ausgerichtet sei. Die CDU-Abgeordnete Uta Wentzel ergänzte, die Strategie werde zudem die lokale Digitalwirtschaft stärken und innovative Technologien fördern.

Kritik gibt es vor allem zur Barrierefreiheit und Umsetzung. Der FDP-Politiker Bernd Buchholz warnte, dass Menschen ohne digitale Kompetenzen oder Zugang nicht vergessen werden dürften. Sebastian Bonau von den Grünen hob die Bedeutung der digitalen Souveränität auf kommunaler Ebene hervor, um die Kontrolle vor Ort zu behalten. Kianusch Stender (SPD) mahnte, ein "Top-down"-Ansatz berge Risiken – Verweise auf frühere Probleme bei Open-Source-Projekten unterstrichen seine Bedenken.

Die Strategie zielt darauf ab, Insellösungen zu vermeiden, indem Behörden und Beteiligte landesweit vernetzt werden. Unterstützung soll es für diejenigen geben, die mit digitalen Tools Schwierigkeiten haben – konkrete Pilotprojekte oder Zeitpläne jenseits des Rahmens bis 2026 stehen jedoch noch aus.

Mit der Digitalstrategie 2026 will die Landesregierung öffentliche Dienstleistungen modernisieren und einen inklusiven Digitalzugang gewährleisten. Durch weniger Bürokratie und mehr Zusammenarbeit soll ein effizienteres, vernetztes System entstehen. Der Erfolg des Plans hängt davon ab, ob Bedenken zur Zugänglichkeit ausgeräumt werden und frühere Umsetzungsfehler vermieden werden.

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