Schrumpfende Arbeitskräfte in Thüringen lösen Zukunftsängste für industrielle Investitionen aus
Admin UserTrend: Weniger Thüringer sind beschäftigt - Schrumpfende Arbeitskräfte in Thüringen lösen Zukunftsängste für industrielle Investitionen aus
Thüringens Arbeitskräfte schrumpfen besorgniserregend schnell – ein Trend, der bei Wirtschaftsverbänden und Industrie- und Handelskammern Alarm auslöst. Die Attraktivität des Landes als Standort für künftige Industrieinvestitionen könnte dadurch untergraben werden, denn nirgendwo sonst in Deutschland ist der Rückgang so ausgeprägt wie in Thüringen. Besonders dramatisch entwickelt sich die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter: Nur in Mecklenburg-Vorpommern und im Saarland ist der Schwund noch stärker. Allein im vergangenen Jahr sank die Zahl der Beschäftigten um 0,8 Prozent – das entspricht einem Verlust von 8.100 Arbeitskräften. Damit belief sich die Gesamtzahl der Erwerbstätigen auf noch 1,015 Millionen. Hauptgründe für diesen Rückgang sind der Renteneintritt der Babyboomer-Generation und demografische Verschiebungen. Betroffen ist vor allem der Dienstleistungssektor, der 3.400 Beschäftigte verlor, insbesondere in unternehmensnahen Dienstleistungen. Auch Industrie und Baugewerbe verzeichneten deutliche Einbußen mit 4.000 weniger Beschäftigten. Einziger Lichtblick: Im Gesundheits- und Sozialwesen stieg die Beschäftigung um 1.600 Stellen. Doch die allgemeine Wirtschaftsschwäche in Deutschland belastet zusätzlich den Thüringer Arbeitsmarkt. Die schrumpfende Erwerbsbevölkerung, angetrieben durch Demografie und Renteneintritte, bereitet der Wirtschaft Sorgen. Wirtschaftsverbände warnen, dass dieser Trend künftige Investitionen in die Industrie abschrecken könnte. Zwar wuchs die Beschäftigung im Gesundheits- und Sozialbereich, doch insgesamt dominiert der Abwärtstrend – sowohl im Dienstleistungs- als auch im Industriesektor gingen Arbeitsplätze verloren. Für Thüringens wirtschaftliche Zukunft wird es entscheidend sein, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.
