20 March 2026, 08:07

Schweitzer attackiert Bundesregierung wegen explodierender Spritpreise und mangelnder Hilfen

Grafik mit der Bezeichnung "Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten", die zwei Linien zeigt, die den Trend der Kraftstoffpreise in jedem Bundesstaat darstellen, wobei eine blaue Linie einen sinkenden Preis und eine grüne Linie einen steigenden Preis über die Zeit anzeigt.

Schweitzer: Maßnahmen zur Drosselung der Kraftstoffpreise reichen nicht aus - Schweitzer attackiert Bundesregierung wegen explodierender Spritpreise und mangelnder Hilfen

Rheinland-Pfalz' Ministerpräsident Alexander Schweitzer hat die Bundesregierung scharf für ihren Umgang mit den stark steigenden Spritpreisen kritisiert. Der SPD-Politiker bezeichnete die jüngsten Maßnahmen als unzureichend, um Handwerksbetriebe und Pendler vor den explodierenden Kosten zu schützen. Seine Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland mit Treibstoffpreisen konfrontiert ist, die weit über dem EU-Durchschnitt liegen.

Seit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche angesichts der Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt eine abwartende Haltung eingenommen hat, sind die Spritpreise in Deutschland stark angestiegen. Bis zum 11. März 2026 stieg der Preis für Benzin um 3,5 Prozent, der für Diesel sogar um 4,6 Prozent – fast das Doppelte des EU-weiten Durchschnitts von 1,5 bzw. 1,8 Prozent. Als Reaktion schlug die Bundesregierung schärfere Kartellgesetze sowie eine Regelung vor, die tägliche Preisanpassungen auf einmal mittags begrenzt. Die entsprechende Gesetzgebung soll Anfang April in Kraft treten.

Schweitzer warf dem von der CDU geführten Bundeswirtschaftsministerium vor, die Krise zu unterschätzen. Die Verzögerungen hätten dazu geführt, dass Pendler und kleine Unternehmen die finanzielle Last allein tragen müssten. Zudem kritisierte der Ministerpräsident die CDU wegen Doppelmoral: Einerseits nutze die Partei Sonderurlaub für Beamte, andererseits greife sie andere für ähnliche Praktiken an.

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Angesichts der anstehenden Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am kommenden Sonntag deuten Umfragen auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen CDU und SPD hin. Schweitzer zeigt sich zwar gesprächsbereit für Reformen im Beamtenrecht, besteht jedoch darauf, dass etwaige Änderungen bundesweit und für alle Parteien einheitlich gelten müssen.

Die Wahl wird zeigen, wie viel Vertrauen die Wähler in Schweitzers Haltung zu den Spritpreisen und zur Bundespolitik haben. Seine Forderungen nach entschlossenerem Handeln spiegeln die wachsende Verärgerung über die Energiekostenkrise in Deutschland wider. Das Ergebnis könnte die weitere Debatte über wirtschaftliche Maßnahmen und Gerechtigkeit im Beamtenrecht prägen.

Quelle