Skandal-Wechsel im Abstiegskampf: Idar-Oberstein profitiert vom Regelbruch der Konkurrenz
Greta SchneiderSkandal-Wechsel im Abstiegskampf: Idar-Oberstein profitiert vom Regelbruch der Konkurrenz
Ein Sportgerichtsurteil hat den Abstiegskampf in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar neu geordnet. Idar-Oberstein erhielt nach einem regelwidrigen Wechsel von FV Diefflen drei entscheidende Punkte zugesprochen. Die Entscheidung erhöht den Druck auf andere Vereine, die um den Klassenverbleib kämpfen.
Der Streit begann, als FV Diefflen in der Partie gegen den SC Idar-Oberstein einen sechsten Wechsel vornahm – obwohl die Ligaregeln nur fünf Auswechslungen erlauben. Das Tribunal wertete die Begegnung daraufhin mit einem 2:0-Sieg für Idar-Oberstein. Die ursprüngliche 2:0-Führung Diefflens wurde annulliert, was den Verein drei Punkte kostete.
In einem weiteren Fall verstieß auch der FC Cosmos Koblenz gegen die Wechselregeln im Spiel gegen den FC Rot-Weiß Koblenz. Cosmos setzte einen vierten Spieler ein, woraufhin dem Klub drei Punkte abgezogen wurden. Allerdings blieb der 2:1-Spielstand auf dem Platz bestehen, da das Tribunal keine 2:0-Wertung als Strafe verhängte. Im Gegensatz zu Diefflen behielt Cosmos somit den Sieg, verlor aber in der Tabelle Punkte.
Die Änderungen katapultierten Idar-Oberstein in der Tabelle über Diefflen und stärkten ihre Chancen auf den Klassenerhalt. Gleichzeitig geraten Vereine wie Ludwigshafen, Dudenhofen und Eisbachtal nun stärker in Abstiegsgefahr. Der FC Rot-Weiß Koblenz und der FC Cosmos Koblenz bleiben hingegen unberührt von den jüngsten Verschiebungen und stehen sicher im Mittelfeld.
Die endgültigen Entscheidungen des Tribunals haben die Tabelle kurz vor Saisonende durcheinandergebracht. Idar-Obersteins Punktezuwachs verbessert ihre Position, während Diefflen durch den Abzug näher an den Abstiegsrängen rückt. Zudem setzen die Urteile ein klares Zeichen für die Ahndung von Wechselverstößen bis zum Saisonende.






