Spritpreisbremse endet: Warum Autofahrer bald tiefer in die Tasche greifen müssen
Greta SchneiderSpritpreisbremse endet: Warum Autofahrer bald tiefer in die Tasche greifen müssen
Die temporäre Spritpreisbremse in Deutschland läuft Anfang Juli aus. Die Maßnahme kostete den Staat rund 1,6 Milliarden Euro. Als Folge dürften die Spritpreise wieder steigen.
Eingeführt wurde der Rabatt, um Autofahrerinnen und Autofahrer angesichts stark gestiegener Kraftstoffpreise zu entlasten. Eine Studie der Monopolkommission ergab jedoch, dass die Ersparnisse nicht in allen Fällen vollständig an die Verbraucher weitergegeben wurden. Bei Premiumkraftstoffen wie Super E5 und Super E10 entsprachen die Einsparungen von 17 bzw. 16 Cent pro Liter jedoch weitgehend der Steuerermäßigung.
Das ifo Institut verglich die deutschen Spritpreise mit denen in Frankreich. Die Ergebnisse widersprachen damit den Angaben des Mineralölwirtschaftsverbands, wonach der Steuerrabatt vollständig an die Kunden weitergereicht worden sei. Bei Diesel behielten die Ölkonzerne einen Teil des Rabatts ein, statt ihn an die Verbraucher weiterzugeben.
Trotz der erwarteten Preiserhöhung gilt das Auslaufen der Subvention als richtiger Schritt. Sollten die USA und der Iran eine Einigung über die Ölversorgung erzielen, könnten sich die Spritpreise wieder stabilisieren.
Das Spritpreisbremse-Programm endet Anfang Juli – für Autofahrer bedeutet das voraussichtlich höhere Kosten an der Zapfsäule. Die 1,6 Milliarden Euro, die der Staat investierte, schlugen sich nicht immer in niedrigeren Preisen für die Verbraucher nieder.
