Spritpreise explodieren: Warum Superbenzin und Diesel plötzlich teurer werden
Matteo WolfTreibstoffpreise steigen erneut - Spritpreise explodieren: Warum Superbenzin und Diesel plötzlich teurer werden
Die Spritpreise sind nach einem kurzen Rückgang Mitte der Woche erneut stark angestiegen. Der jüngste Anstieg folgt auf einen deutlichen Schub der globalen Ölpreise, der die Kosten für Benzin und Diesel im ganzen Land in die Höhe treibt. Autofahrer müssen an den Tankstellen nun tiefer in die Tasche greifen, da die Spannungen im Nahen Osten die Ölversorgung beeinträchtigen.
Der plötzliche Preisschub bei Kraftstoffen kommt, nachdem der Preis für Nordsee-Brent-Rohöl die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel überschritten hat. Am Donnerstag stiegen die Kurse rasant an und schlossen am Freitag bei etwa 103 Dollar – ein Anstieg gegenüber rund 90 Dollar zu Wochenbeginn. Erste Zahlen vom Samstagmorgen deuten auf weitere Steigerungen hin.
Die hohe Volatilität auf dem Ölmarkt ist eine direkte Folge der eskalierenden Konflikte im Nahen Osten. Vor etwa zwei Wochen lösten US-amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran eine breitere Auseinandersetzung aus, die inzwischen als Iran-Krieg bezeichnet wird. Die Befürchtung einer längerfristigen Sperrung der Straße von Hormus – einer entscheidenden Route für 20 Prozent des weltweiten Öls – hat die Preise von zuvor 70 bis 90 Dollar auf über 100 Dollar pro Barrel getrieben. Iranische Angriffe auf die Energieinfrastruktur am Golf, darunter Tanker, sowie der Aufstieg eines hardliner Nachfolgers für den Sohn von Ajatollah Chamenei haben die Instabilität weiter verschärft. Selbst Maßnahmen der USA, wie die Freigabe strategischer Ölreserven oder die Aufrufe des früheren Präsidenten Trump zu einem Waffenstillstand, konnten die Märkte nicht beruhigen.
An britischen Tankstellen sind die Auswirkungen bereits spürbar. Am Freitag stieg der nationale Durchschnittspreis für Superbenzin E10 auf 2,028 Euro pro Liter – ein Plus von 1,2 Cent im Vergleich zum Vortag. Diesel verteuerte sich noch stärker und kletterte um 1,9 Cent auf 2,149 Euro pro Liter.
Die jüngsten Preiserhöhungen belasten Haushalte und Unternehmen, die auf Treibstoff angewiesen sind, zusätzlich. Da die Ölmärkte aufgrund der geopolitischen Spannungen weiter instabil bleiben, ist in den kommenden Tagen mit weiteren Steigerungen an den Zapfsäulen zu rechnen. Die Situation zeigt einmal mehr, wie globale Konflikte sich direkt auf die Alltagskosten der Verbraucher auswirken können.