Städtetag will syrischen Fachkräften dauerhaften Verbleib ermöglichen
Matteo WolfStädtetag will syrischen Fachkräften dauerhaften Verbleib ermöglichen
Der Deutsche Städtetag fordert die Bundesregierung auf, syrischen Geflüchteten einen dauerhaften Verbleib in Deutschland zu ermöglichen, sofern sie in Branchen mit Fachkräftemangel arbeiten und gut integriert sind. Dieser Schritt könnte nicht nur Deutschlands wachsenden Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften decken, sondern auch den Geflüchteten, die bereits einen Beitrag zur Wirtschaft leisten, mehr Planungssicherheit bieten.
Seit 2015 haben viele syrische Geflüchtete den Weg auf den deutschen Arbeitsmarkt gefunden, wobei ein beträchtlicher Teil Stellen in Mangelberufen besetzt. Wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) berichtet, arbeiten mittlerweile etwa die Hälfte der beschäftigten Syrer – rund 160.000 von 320.000 – auf Fachkraftniveau. Weitere 10 Prozent bekleiden Spezialisten- oder Expertenpositionen, insbesondere in den Bereichen Gesundheitswesen, Pflege, Handel und Logistik.
Eine dauerhafte Bleibeperspektive für diese Arbeitskräfte würde wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. Angesichts der alternden Bevölkerung und des schrumpfenden Arbeitskräftepotenzials in Deutschland ist die Zuwanderung von Fachkräften unverzichtbar. Gleichzeitig würde die Regelung Unternehmen und Geflüchteten mehr Planungssicherheit geben und so die Unsicherheit auf beiden Seiten verringern.
Zwar gibt es keine genauen Zahlen dazu, wie viele syrische Geflüchtete über formale Qualifikationen verfügen, doch ihr zunehmender Anteil in Schlüsselbranchen unterstreicht ihre Rolle bei der Entlastung des Arbeitsmarktes. Der Städtetag argumentiert, dass ihr Verbleib nicht nur die wirtschaftliche Stabilität stärken, sondern auch ihre Integrationsleistungen würdigen würde.
Wird der Vorschlag umgesetzt, könnten qualifizierte syrische Geflüchtete bleiben und so dringend benötigte Lücken im Arbeitsmarkt schließen. Die Entscheidung würde zudem Arbeitgebern wie Arbeitnehmern dringend notwendige Planungssicherheit verschaffen. Da viele bereits in gefragten Bereichen tätig sind, könnte ihr weiterer Einsatz helfen, die demografischen Herausforderungen Deutschlands abzumildern.






